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Kokinshū wird um 905 Japans erste kaiserliche Waka-Anthologie

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ZeitalterMittelalter

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Um 905 ließ Kaiser Daigo das Kokinshū zusammenstellen, die erste kaiserlich beauftragte Sammlung japanischer Waka-Gedichte. Ob 905 das Jahr des Auftrags oder der Fertigstellung ist, bleibt umstritten.

Das Kokin wakashū, kurz Kokinshū, ist die erste Sammlung japanischer -Gedichte, die ein Kaiser in Auftrag gab.13 Kaiser Daigo beauftragte damit vier Dichter: Ki no Tsurayuki, Ki no Tomonori, Ōshikōchi no Mitsune und Mibu no Tadamine.24 Nach dem japanischen Vorwort erging der Befehl am 18. Tag des 4. Monats im Jahr Engi 5, also 905.3 Die Sammlung ist in 20 Bücher gegliedert,2 die 1.111 Gedichte enthalten.14

Wofür das Jahr 905 steht, ist nicht geklärt: Nach einer Auffassung wurde die Sammlung damals dem Kaiser vorgelegt, nach einer anderen erging nur der Auftrag, und fertig wurde sie um 913 bis 914.3 Eine Übersicht setzt den Abschluss auf etwa 905,4 eine andere auf 915 bis 920.2 Die Anregung ging schon von Kaiser Uda aus, der von 887 bis 897 regierte;2 nach einer Darstellung war die Arbeit unter ihm bereits im Gange.4 Ki no Tomonori starb während der Arbeit, und Tsurayuki übernahm die Leitung.3

Neu war, dass alle Gedichte eines Buches ein festgelegtes Thema behandeln.2 Die erste Hälfte beginnt mit den Jahreszeiten, die zweite mit der Liebe.2 Der Sammlung sind zwei Vorworte beigegeben: ein japanisches in von Ki no Tsurayuki und ein chinesisches, das Ki no Yoshimochi zugeschrieben wird.54 Tsurayukis Vorwort gilt als erstes Werk der japanischen Dichtungskritik.2 Das Kokinshū war die erste von 21 kaiserlich beauftragten Anthologien;1 sein Aufbau wurde zum Vorbild für die späteren Sammlungen.5

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