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HTTP/3 wird als RFC 9114 standardisiert

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Im Juni 2022 veröffentlicht die Internet Engineering Task Force RFC 9114 und legt damit HTTP/3 als vorgeschlagenen Standard fest. Anders als HTTP/1.1 und HTTP/2 überträgt das Protokoll Daten nicht mehr über TCP, sondern über das auf UDP aufbauende QUIC.

Im Juni 2022 veröffentlichte die Internet Engineering Task Force 9114 und legte damit die dritte Hauptversion von HTTP als vorgeschlagenen Standard fest.1 Die IETF führt den RFC mit dem Monat Juni 2022.4 Ein Bericht vom 7. Juni 2022 datiert die Veröffentlichung auf den Vortag, Montag, den 6. Juni 2022.2

Der Bruch zu den Vorgängerversionen liegt im Transport: HTTP/1.1 und HTTP/2 laufen über TCP, HTTP/3 dagegen über , ein auf dem verbindungslosen UDP aufbauendes Protokoll.1 Bei HTTP/2 verteilt TCP mehrere gleichzeitige Übertragungen auf eine einzige Verbindung; geht dabei ein einzelnes Paket verloren, blockiert das sämtliche Übertragungen, bis es erneut eintrifft.3 QUIC behandelt Paketverluste je Datenstrom einzeln, sodass nur der betroffene Strom wartet, und bündelt zugleich den Verbindungsaufbau mit der TLS-Verschlüsselung in einem einzigen Schritt.3 Google hatte die technische Grundlage von QUIC schon vor der offiziellen Standardisierung entwickelt und in eigenen Diensten eingesetzt.2 Bereits 2020 baute das Unternehmen QUIC in den Chrome- ein.25 Nach einer Auswertung von Cloudflare stammten im Jahr vor der Standardisierung rund achtzig Prozent der HTTP/3-Anfragen aus Chrome.25

Der Standard trägt den Status „Proposed Standard" – die IETF hält ihn für ausgereift genug für den breiten Einsatz, aber offen für spätere Anpassungen.1 QUIC übernimmt dabei Verbindungsaufbau, Verschlüsselung und Flusskontrolle selbst, die bei den Vorgängern auf TCP und TLS verteilt waren.13

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