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World IPv6 Launch — der Umstieg ohne Stichtag beginnt

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Am 6. Juni 2012 schalten große Netzbetreiber, Webdienste und Gerätehersteller IPv6 dauerhaft ein. Anders als 1983 gibt es keinen Stichtag und keine Abschaltung des alten Protokolls — beide laufen bis heute nebeneinander.

Am 6. Juni 2012 schalteten große Netzbetreiber, Webdienste und Gerätehersteller IPv6 dauerhaft ein.1 Organisiert wurde der Tag von der Internet Society; anders als beim World IPv6 Day ein Jahr zuvor, der ein 24-Stunden-Test war, verpflichteten sich die Beteiligten diesmal, das Protokoll dauerhaft in ihren Produkten und Diensten anzubieten.1 Anderthalb Jahre zuvor, am 3. Februar 2011, hatte die Number Resource Organization gemeldet, dass der zentrale Vorrat an -Adressen aufgebraucht war.2 Beteiligt waren unter anderem AT&T, Comcast, Time Warner Cable, Google, Facebook, Yahoo, Cisco, D-Link, Akamai und Limelight.1

Vergeben wurde bis zuletzt nach einer Regel, die für diesen Fall vorbereitet war: Nachdem die IANA am 31. Januar 2011 zwei Blöcke an APNIC vergeben hatte, griff eine Regel, nach der die letzten fünf Blöcke gleichmäßig auf die fünf Regional Internet Registries verteilt wurden.2 Jede erhielt einen letzten /8-Block, also ein 256stel des gesamten IPv4-Adressraums.2

Wie weit der Umstieg gediehen ist, wird gemessen statt geschätzt: fortlaufend, als Anteil der Nutzer je Land, die IPv6 nutzen können, in einem gleitenden Fenster von 30 Tagen.3 Nach der inzwischen archivierten Seite des Aktionstags ist der weltweite IPv6-Verkehr seit dem Start um mehr als 5.000 Prozent gewachsen; einzelne Netze meldeten 80 oder 90 Prozent.1

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