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Ethereum stellt auf Proof-of-Stake um und senkt seinen Stromverbrauch

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Am 15. September 2022 wechselt Ethereum die Konsensregel: Statt Rechenleistung entscheiden hinterlegte Einlagen darüber, wer den nächsten Block schreibt. Der Stromverbrauch des Netzes fällt dadurch um mehr als 99,8 Prozent — die Schätzungen dazu gehen allerdings auseinander.

Am 15. September 2022 stellte Ethereum seine Konsensregel von auf um.1 Der Vorgang heißt "The Merge", weil dabei die seit 2015 laufende Hauptkette mit der zusammengeführt wurde, die am 1. Dezember 2020 gestartet war.1 Der Stromverbrauch des Netzes sank dadurch um mehr als 99,8 Prozent.13

Wie groß die Einsparung genau ausfiel, geben die Quellen unterschiedlich an.123 Die Ethereum Foundation nennt geschätzte 99,95 Prozent.1 Eine vom Softwareunternehmen ConsenSys beauftragte Untersuchung des Crypto Carbon Ratings Institute kam auf rund 99,99 Prozent: von etwa 23 Millionen Megawattstunden im Jahr auf rund 2.600.2 Digiconomist gibt mindestens 99,84 Prozent an.3 Die Größenordnung ist in allen drei Fällen dieselbe, die zweite Nachkommastelle ist es nicht.123 Der Grund für den Sprung liegt in der Regel selbst: Beim Proof-of-Stake wählt das Netz zufällig unter denen aus, die Einlagen hinterlegt haben; ein energieintensiver Wettbewerb der Rechner entfällt.3 Die Untersuchung des Crypto Carbon Ratings Institute beziffert den Rückgang der Treibhausgase entsprechend: von über elf Millionen Tonnen CO2 im Jahr auf weniger als 870 Tonnen.2

Was der Umstieg nicht brachte, benennt die Ethereum Foundation selbst: Er war ein Wechsel des Konsensverfahrens, keine Erweiterung der Kapazität, und sollte die Gebühren nie senken; dafür sind Verfahren oberhalb der Hauptkette vorgesehen.1 Blöcke entstehen seither in Zeitschlitzen von zwölf Sekunden statt der zuvor angestrebten rund 13,3 Sekunden.1

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