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Maelzel's Chess-Player: Poe will den Schachtürken entlarven

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Im April 1836 veröffentlichte Edgar Allan Poe den Aufsatz „Maelzel's Chess-Player“. Er wollte beweisen, dass im Schachtürken ein Mensch saß; mit dem Betrug hatte er recht, mit der Funktionsweise nicht.

Im April 1836 erschien in der Zeitschrift Southern Literary Messenger Edgar Allan Poes Aufsatz „Maelzel's Chess-Player“.14 Die Zeitschrift kam aus Richmond in Virginia.4 Poe wollte darin beweisen, dass der Schachtürke ein Betrug war.53 Johann Nepomuk Mälzel hatte den Automaten 1826 in die Vereinigten Staaten gebracht.34 Poe schrieb, die Bürger von Richmond hätten die Figur wenige Wochen zuvor gesehen.2

Eine reine Maschine, so Poe, müsste jede Partie gewinnen; der Automat aber gewann nicht immer.25 Poe beschrieb genau, in welcher Reihenfolge der Vorführer die Türen des Kastens öffnete.2 Er schloss, dass ein kleiner Mann im Körper der Figur sitze, die Augen gerade über dem Schachbrett.5 Als Indiz nannte er Mälzels Gehilfen Schlumberger: Als dieser erkrankte, fielen die Vorführungen aus.26

Neu war der Verdacht nicht: Poe nannte selbst einen früheren Aufsatz aus einer Baltimorer Wochenzeitung und David Brewsters „Letters on Natural Magic“.2 Forscher vermuten, dass er sich stark auf Brewster oder auf Baltimorer Zeitungen stützte.3 Eine zeitgenössische Besprechung im New York Spectator gestand dem Aufsatz immerhin einige neue Tatsachen und Beobachtungen zu.6 Mit dem Betrug hatte Poe recht, mit der Funktionsweise nicht.53 Ein verborgener Meisterspieler rutschte im Kasten hin und her, wenn die Türen geöffnet und geschlossen wurden.5

1854 verbrannte der Automat im Chinese Museum in Philadelphia.35 Viele Anhänger Poes sehen in dem Aufsatz eine Vorübung für seine späteren Detektivgeschichten.3

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