--- id: poe-maelzels-chess-player-1836 title: 'Maelzel''s Chess-Player: Poe will den Schachtürken entlarven' date: '1836-04-01' datePrecision: month dateSources: - s1 - s4 summary: >- Im April 1836 veröffentlichte Edgar Allan Poe den Aufsatz „Maelzel's Chess-Player“. Er wollte beweisen, dass im Schachtürken ein Mensch saß; mit dem Betrug hatte er recht, mit der Funktionsweise nicht. themeId: theme-automat-als-schaustueck wikidata: - id: Q6729212 name: Maelzel's Chess Player - id: Q275924 name: Schachtürke seeAlso: - id: schachtuerke-kempelen-1770 note: >- Der Automat, um den es geht, und seine Geschichte von Kempelen bis zum Brand 1854. - id: babbage-tic-tac-toe-maschine-1864 note: >- Babbage verlor 1819 zweimal gegen den Türken und zweifelte ebenfalls an seiner Intelligenz. - id: ajeeb-schachautomat-1868 note: Drei Jahrzehnte später wiederholt ein Nachbau denselben Trick. verification: verified sources: - key: s1 title: Edgar Allan Poe — "Maelzel's Chess-Player" (Werkverzeichnis) publisher: Edgar Allan Poe Society of Baltimore url: https://www.eapoe.org/WORKS/info/pemcp.htm accessedAt: '2026-10-26' - key: s2 title: Maelzel's Chess-Player (Text) publisher: Wikisource url: https://en.wikisource.org/wiki/Maelzel%27s_Chess-Player accessedAt: '2026-10-26' - key: s3 title: 'Before Deep Blue: The Automaton Chess Player' publisher: JSTOR Daily url: https://daily.jstor.org/before-deep-blue-the-automaton-chess-player/ accessedAt: '2026-10-26' - key: s4 title: Edgar Allan Poe vs The Turk publisher: ChessBase url: https://en.chessbase.com/post/edgar-allan-poe-vs-the-turk accessedAt: '2026-10-26' - key: s5 title: The Grandmaster Hoax publisher: The Paris Review url: https://www.theparisreview.org/blog/2012/03/28/the-grandmaster-hoax/ accessedAt: '2026-10-26' - key: s6 title: Notice of Maelzel's Chess-Player (New York Spectator, 23. Juni 1836) publisher: Edgar Allan Poe Society of Baltimore url: https://eapoe.org/PAPERS/misc1827/18360623.htm accessedAt: '2026-10-26' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: games)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-26' --- Im April 1836 erschien in der Zeitschrift Southern Literary Messenger Edgar Allan Poes Aufsatz „Maelzel's Chess-Player“.[^s1][^s4] Die Zeitschrift kam aus Richmond in Virginia.[^s4] Poe wollte darin beweisen, dass der Schachtürke ein Betrug war.[^s5][^s3] Johann Nepomuk Mälzel hatte den Automaten 1826 in die Vereinigten Staaten gebracht.[^s3][^s4] Poe schrieb, die Bürger von Richmond hätten die Figur wenige Wochen zuvor gesehen.[^s2] Eine reine Maschine, so Poe, müsste jede Partie gewinnen; der Automat aber gewann nicht immer.[^s2][^s5] Poe beschrieb genau, in welcher Reihenfolge der Vorführer die Türen des Kastens öffnete.[^s2] Er schloss, dass ein kleiner Mann im Körper der Figur sitze, die Augen gerade über dem Schachbrett.[^s5] Als Indiz nannte er Mälzels Gehilfen Schlumberger: Als dieser erkrankte, fielen die Vorführungen aus.[^s2][^s6] Neu war der Verdacht nicht: Poe nannte selbst einen früheren Aufsatz aus einer Baltimorer Wochenzeitung und David Brewsters „Letters on Natural Magic“.[^s2] Forscher vermuten, dass er sich stark auf Brewster oder auf Baltimorer Zeitungen stützte.[^s3] Eine zeitgenössische Besprechung im New York Spectator gestand dem Aufsatz immerhin einige neue Tatsachen und Beobachtungen zu.[^s6] Mit dem Betrug hatte Poe recht, mit der Funktionsweise nicht.[^s5][^s3] Ein verborgener Meisterspieler rutschte im Kasten hin und her, wenn die Türen geöffnet und geschlossen wurden.[^s5] 1854 verbrannte der Automat im Chinese Museum in Philadelphia.[^s3][^s5] Viele Anhänger Poes sehen in dem Aufsatz eine Vorübung für seine späteren Detektivgeschichten.[^s3] Ende der Datei: 6 Quellen.