Vitruv beschreibt um 25 v. Chr. die Wassermühle mit Zahnrädern
Um 25 v. Chr. beschreibt Vitruv eine Getreidemühle, deren Wasserrad über zwei Zahnräder den Mühlstein dreht. Es ist die älteste schriftliche Beschreibung einer solchen Mühle; Strabon erwähnt Wassermühlen schon für die Zeit des Mithridates.
Um 25 v. Chr. beschreibt der römische Ingenieur Vitruv in „De architectura“ eine Getreidemühle, die ein Fluss antreibt; es ist die älteste schriftliche Beschreibung einer solchen Mühle.2,6 Ihr Rad trägt am Umfang Schaufeln, gegen die die Strömung drückt, sodass es sich dreht.1 Auf der Achse sitzt ein senkrecht stehendes Zahnrad, daneben ein kleineres, das waagerecht liegt.1 Die Zähne des großen Rades treiben das kleine an, und dieses dreht den Mühlstein.1 Aus einem Trichter darüber rieselt Getreide nach, und dieselbe Drehung mahlt es zu Mehl.1
Das Rad übernimmt Vitruv von einem , das er unmittelbar davor beschreibt; für die Mühle ändert sich nur das Zahnrad an der Achse.1 Dieses Schöpfrad hebt Wasser allein durch die Kraft des Flusses, ohne dass Arbeiter es treten müssen.1 Das Mills Archive hält es für plausibel, dass die erste Wassermühle entstand, indem man ein solches Schöpfrad über zwei rechtwinklig greifende Zahnräder mit Mühlsteinen verband, die bis dahin Tiere drehten.2 Über das Prinzip hinaus gilt Vitruvs Darstellung als mehrdeutig; er selbst hielt es für unnötig, gewöhnliche Maschinen wie Mühlen zu beschreiben.2
Wassermühlen erwähnt auch Strabon: In Kabeira, wo Mithridates seinen Palast hatte, gab es Wassermühlen.3 Wann sie dort bestanden, ist unterschiedlich angegeben: um 71 v. Chr.2 oder 65 v. Chr.4 Welche Art von Wasserrad sie hatten, lässt sich nicht bestimmen.2 Der älteste schriftliche Hinweis auf ein vom Wasser getriebenes Rad steht in den technischen Schriften des griechischen Ingenieurs Philon von Byzanz,5 der um 250 v. Chr. wirkte.6
Griechen und Römer betrieben als Erste Mühlen mit unterschlächtigen, oberschlächtigen und mittelschlächtigen Wasserrädern.5 Die Anlage von Barbegal bei Arles, zwei Reihen mit je acht Mühlen an einem steilen Kalksteinhang, wird inzwischen ins 2. Jahrhundert datiert.2
Siehe auch
- Bauen und Städte Im 1. Jahrhundert v. Chr. schreibt Vitruv „De architectura“, die einzige vollständig erhaltene Architekturschrift der Antike 30 v. Chr. Das Werk, in dessen zehntem Buch die Mühle steht.
- Smeaton misst Wasserräder: Oberschlächtig leistet doppelt so viel 1759 Achtzehn Jahrhunderte später misst Smeaton, welche Radbauart mehr leistet.
- Windmühlen in Europa: erste Belege in den 1180er-Jahren 1185 Die europäische Windmühle übernimmt den Zahnradantrieb der römischen Wassermühle.
Hierher verwiesen
- Windmühlen in Europa: erste Belege in den 1180er-Jahren 1185 Von der römischen Wassermühle stammt der Zahnradantrieb der europäischen Windmühle.