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Diffie und Hellman zeigen 1976 Schlüsseltausch über offene Kanäle

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Im November 1976 veröffentlichten Whitfield Diffie und Martin Hellman „New Directions in Cryptography“. Der Aufsatz zeigt, wie zwei Seiten über einen öffentlichen Kanal einen gemeinsamen Schlüssel vereinbaren, und führt die Public-Key-Kryptografie ein.

Im November 1976 erschien in den IEEE Transactions on Information Theory der Aufsatz „New Directions in Cryptography“ von Whitfield Diffie und Martin Hellman.13 Er beginnt mit dem Satz „We stand today on the brink of a revolution in cryptography.“1 Die beiden schlagen darin ein Verfahren vor, mit dem zwei Nutzer über einen öffentlichen Kanal einen gemeinsamen Schlüssel vereinbaren, den ein Mithörer nicht mit vertretbarem Aufwand berechnen kann.1 Es beruht darauf, dass sich Logarithmen über einem endlichen Körper offenbar nur schwer berechnen lassen.1

Mit können zwei Seiten über einen offenen Kanal kommunizieren und das Mitgeteilte trotzdem vor Mithörern geheim halten.4 Der Aufsatz führte sie zusammen mit der digitalen Signatur ein.4 Ralph Merkle hatte unabhängig davon untersucht, wie sich Schlüssel über einen unsicheren Kanal verteilen lassen; Diffie und Hellman nennen seinen Ansatz eine Teillösung anderer Form.1 Das Verfahren RSA stammt von Ron Rivest, Adi Shamir und Len Adleman.2

Für ihre Beiträge zur Kryptografie erhielten Diffie und Hellman den Turing Award 2015 der Association for Computing Machinery, bekanntgegeben Anfang März 2016.4 Das nach ihnen benannte Diffie-Hellman-Protokoll liegt vielen Sicherheitsprotokollen im Internet zugrunde.4

Beim britischen Nachrichtendienst GCHQ waren die Grundlagen schon früher bekannt, blieben aber bis 1997 geheim.23 Dort bekam James Ellis 1969 den Auftrag, Verfahren zur Schlüsselverteilung zu untersuchen.3 Sein Bericht über die Möglichkeit einer nicht geheimen Verschlüsselung ist auf Januar 1970 datiert;5 Bruce Schneier nennt dagegen 1960.2 Clifford Cocks beschrieb 1973 in einem geheimen Papier im Wesentlichen das Verfahren RSA, und Malcolm Williamson fand 1974 ein Verfahren, das dem Diffie-Hellman-Austausch sehr ähnlich ist.2

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