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Heit el-Ghurab beherbergt die Arbeiter der Pyramiden von Gizeh

Belegt durch 5 unabhängige Quellen

ZeitalterAltertum

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Südlich der Sphinx von Gizeh lag die Stadt, in der die Arbeiter an den Pyramiden des Chephren und des Mykerinos lebten. Ausgrabungen seit 1988 fanden Bäckereien, Galerien als mögliche Unterkünfte und Knochen von Rindern, Schafen und Ziegen.

Rund 400 Meter südlich der Sphinx begann Ancient Egypt Research Associates (AERA) im Dezember 1988 eine Siedlung auszugraben, die nach einer nahen Steinmauer Heit el-Ghurab heißt, „Mauer der Krähe“.1 Dort lebten die Arbeiter, die die Pyramidenanlagen des Chephren (um 2558 bis 2532 v. Chr.) und des Mykerinos (um 2532 bis 2503 v. Chr.) errichteten.2 Die Krone ließ die Stadt eigens als Basis für diese Baustellen anlegen, wahrscheinlich auch schon für die des Cheops.1 Die Siedlung ist rund 4.500 Jahre alt.6

Sie erstreckte sich über mehr als sieben Hektar, mit Werkstätten, Bäckereien, Küchen, Lagerhäusern, kleinen Häusern und großen Amtshäusern für die Verwalter.1 Vier große Galerien könnten die Unterkünfte gewesen sein, in denen die Arbeiter schliefen und ihr Essen zubereiteten.2 AERA unterscheidet drei Bereiche: ummauerte Unterkünfte für die wechselnden Arbeitskräfte, ein Dorf kleiner Häuser für eine dauerhaftere Bevölkerung und große Villen für Schreiber und Verwalter.7 Mark Lehner nennt es selbst eine Hypothese, dass Menschen aus den Provinzen in Zeiten der Arbeitspflicht nacheinander durch die Galerien zogen.6

Aus den Tierknochen schätzt das Team, dass im Mittel täglich mehr als 1,8 Tonnen Fleisch von Rindern, Schafen und Ziegen geschlachtet wurden.3 Die Aufseher aßen vor allem Rind, die Arbeiter in den Galerien vor allem Schaf und Ziege.3 Am Bau der Pyramide des Mykerinos arbeiteten nach der Schätzung von AERA rund 10.000 Menschen.34

Am Hang westlich der Siedlung liegt ihr Friedhof: Niedrige Aufseher wurden in bescheidenen aus Lehmziegeln bestattet, höhere Aufseher und Handwerker in großen Steinmastabas weiter oben.2 Die meisten Skelette zeigen Spuren schwerer körperlicher Arbeit, und viele Knochenbrüche sind richtig verheilt.2 Für Lehner und Zahi Hawass sprechen Nahrung, Gräber, Familien und medizinische Versorgung gegen das Bild misshandelter Sklavenmassen bei Herodot.5 Der Rezensent Mark Rose fragt dagegen, ob das Bild zufriedener Arbeiter für einen fürsorglichen Pharao nicht zu weit in die Gegenrichtung gehe.5

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