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Shakey: SRI baut ab 1966 einen Roboter, der sein Handeln plant

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Von 1966 bis 1972 entwickelt das Stanford Research Institute den fahrenden Roboter Shakey, der Aufgaben plant und über seine Umgebung schlussfolgert. Aus dem Projekt stammen der Suchalgorithmus A* und der Planer STRIPS.

Von 1966 bis 1972 forschte das Artificial Intelligence Center des Stanford Research Institute (SRI) an einem fahrenden Roboter mit dem Spitznamen Shakey.45 Er gilt als erster mobiler Roboter, der über sein eigenes Handeln schlussfolgern konnte.2 Shakey konnte Aufgaben lösen, für die er planen, einen Weg suchen und einfache Gegenstände umstellen musste.3 Er bewegte sich durch eine Reihe von Räumen mit Blöcken und Rampen.2 Der Roboter trug Kameras und Berührungssensoren und wurde von einem großen, entfernt stehenden Rechner gesteuert.2 Befehle und Messdaten liefen über zwei Funkstrecken, eine davon für das Fernsehbild der Kamera.4

Angestoßen hatte das Projekt Charles Rosen, der schon 1963 einen fahrenden Automaten vorgeschlagen hatte.12 Wer es danach leitete, stellen die Quellen verschieden dar: Nach dem Antrag für das IEEE Milestone übernahmen Nils Nilsson, Bertram Raphael und Peter Hart, nach dem Computer History Museum führte Rosen das Team von 1966 bis 1972.12 Bezahlt wurde die Forschung von der Advanced Research Projects Agency des US-Verteidigungsministeriums, über Verträge mit dem Rome Air Development Center, der NASA und dem Army Research Office.42 Der Steuerrechner war anfangs ein SDS-940 mit 64K Speicher, programmiert in Fortran und Lisp.5 1971 ersetzte das Team ihn durch eine PDP-10/PDP-15-Anlage von Digital Equipment und verbesserte die Programme; New Atlas setzt den Wechsel schon um 1969 an.45

Aus dem Projekt ging der Planer STRIPS hervor, kurz für Stanford Research Institute Problem Solver.12 Im Juli 1968 veröffentlichten Hart, Nilsson und Raphael den Algorithmus A*, der in Graphen Wege mit den geringsten Kosten sucht.1 A* wird heute unter anderem für Wegbeschreibungen beim Autofahren und in Computerspielen eingesetzt.2

Die New York Times berichtete am 10. April 1968 über Shakey und zwei weitere Roboterprojekte.3 1970 nannte das Magazin Life ihn die „erste elektronische Person“.35 Auf Shakeys Leistung gestützt, sagten Forscher wie Marvin Minsky eine künstliche Intelligenz mit übermenschlichen Fähigkeiten binnen drei bis acht Jahren voraus.5 Das Projekt endete 1972, als das Verteidigungsministerium ungeduldig auf Ergebnisse wartete.5 1983 ging der Roboter als Schenkung an The Computer Museum in Boston.2 Heute steht er im Computer History Museum in Mountain View.13

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