John McCarthy entwickelt LISP für die KI-Forschung
Zwischen 1956 und 1958 entwickelte John McCarthy die Grundideen der Programmiersprache LISP, die er für die Arbeit an künstlicher Intelligenz brauchte. Ab Herbst 1958 wurde sie umgesetzt.
LISP (List Processing) ist eine Programmiersprache, die John McCarthy für seine Arbeit an künstlicher Intelligenz entwickelte;2,3 der Wunsch nach einer solchen Sprache entstand im Sommer 1956 beim Dartmouth Summer Research Project.2 Mit der Arbeit an LISP begann McCarthy im Herbst 1958, nach seiner Rückkehr ans MIT.5 Im April 1960 beschrieb McCarthy LISP in den Communications of the ACM als System, das die KI-Gruppe am MIT für den IBM 704 entwickelt hatte.6 Britannica führt die Verbreitung der Sprache in der KI-Forschung auf zwei Umstände zurück: das Zusammentreffen von LISP- und KI-Arbeit am MIT und die Möglichkeit, lernende Programme als selbstmodifizierenden Code zu schreiben.1
Nach McCarthys eigener Einteilung entstanden die Schlüsselideen zwischen Sommer 1956 und Sommer 1958; umgesetzt und auf Probleme der künstlichen Intelligenz angewandt wurde die Sprache zwischen Herbst 1958 und 1962.2 LISP-Programme sind selbst als LISP-Daten dargestellt und können von anderen Programmen bearbeitet werden.4 1979 nannte McCarthy LISP die zweitälteste noch verbreitet genutzte Programmiersprache nach FORTRAN.2
Siehe auch
- Der Dartmouth-Workshop von 1956 gilt als Gründungsereignis der KI-Forschung 1956 Dort entstand der Wunsch nach einer Sprache, die mit Symbolen statt mit Zahlen rechnet.
Hierher verwiesen
- Shakey: SRI baut ab 1966 einen Roboter, der sein Handeln plant 1966 In Lisp war Shakeys Steuerrechner unter anderem programmiert.