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Philosophical Transactions: Aus Briefwechseln wird Zeitschrift

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Im März 1665 erscheint die erste Ausgabe der Philosophical Transactions. Ihr Herausgeber war der Sekretär der Royal Society, der seine Briefwechsel nicht mehr einzeln führen konnte — und daraus ein neues Format machte.

Im März 1665 erschien die erste Ausgabe der Philosophical Transactions.12 Gedruckt war das julianische Datum, der 6. März; nach dem gregorianischen Kalender war es der 16. März.2 Herausgeber war Henry Oldenburg, der erste Sekretär der Royal Society; er wirkte nach Darstellung der Gesellschaft „as publisher and editor".1 Die Royal Society bezeichnet die Zeitschrift heute als „the world’s first and longest-running scientific journal".1

Entstanden ist sie aus einer Last.2 Oldenburg schrieb Hunderten von Korrespondenten einzelne Briefe, bis er beschloss, die Vorgänge in der Royal Society eines Monats gedruckt an alle zugleich zu verschicken.2 Bezahlt wurde er dafür nicht: Er erhielt „no salary from the Royal Society" und hatte außer Zuwendungen Robert Boyles keine eigentliche Einnahmequelle.2 Die Linda Hall Library hält fest, Oldenburg habe damit „a new vehicle for publishing scientific discoveries" erfunden — die Zeitschrift.2

Wirtschaftlich trug sich das lange nicht.3 In den frühen Jahren wurden monatlich 1.000 Exemplare gedruckt, rentabel wurde die Zeitschrift jedoch fast dreihundert Jahre lang nicht.3 Auch die durch Fachleute, die heute als Kennzeichen einer wissenschaftlichen Zeitschrift gilt, kam erst später: Strengere und systematische Begutachtung führte die Royal Society als Antwort auf wachsende Konkurrenz ein, und unter dem langjährigen Herausgeber George Gabriel Stokes wurde sie ausgebaut.1

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