--- id: philosophical-transactions-1665 title: 'Philosophical Transactions: Aus Briefwechseln wird Zeitschrift' date: '1665-03-01' summary: >- Im März 1665 erscheint die erste Ausgabe der Philosophical Transactions. Ihr Herausgeber war der Sekretär der Royal Society, der seine Briefwechsel nicht mehr einzeln führen konnte — und daraus ein neues Format machte. themeId: theme-gelehrte-korrespondenz datePrecision: month dateSources: - s1 - s2 verification: verified sources: - key: s1 title: History of Philosophical Transactions publisher: The Royal Society url: https://royalsociety.org/journals/publishing-activities/publishing350/history-philosophical-transactions/ accessedAt: '2026-09-17' - key: s2 title: Henry Oldenburg — Scientist of the Day publisher: Linda Hall Library of Science, Engineering & Technology url: https://www.lindahall.org/about/news/scientist-of-the-day/henry-oldenburg/ accessedAt: '2026-09-17' - key: s3 title: Scientific Publishing, 1665 publisher: The Scientist url: https://www.the-scientist.com/scientific-publishing-1665-36010 accessedAt: '2026-09-17' provenance: origin: recherche createdBy: '/research (Musterlauf: crypto, verkehr, zivilisation)' reviewedBy: recherche reviewedAt: '2026-09-17' seeAlso: - id: encyclopedie-1751 note: >- Sechsundachtzig Jahre später ordnet ein anderes Werk dasselbe Wissen nach Stichwörtern statt nach Briefen. reviewNotes: verdict: empfohlen notes: >- Rolle im Musterlauf: dazwischen (größte Lücke zivilisation, 15.10.1582 → 01.07.1751). Drei unabhängige Quellen. Der Tag 6. März wird von s2 und s3 genannt; die Royal Society selbst nennt nur „March 1665" — kein Widerspruch, nur weniger genau, deshalb keine strittige Angabe. Braucht ein neues Thema: theme-wissensordnung beginnt erst 1700 und liegt in der Epoche der Aufklärung. --- Im März 1665 erschien die erste Ausgabe der Philosophical Transactions.[^s1][^s2] Gedruckt war das julianische Datum, der 6. März; nach dem gregorianischen Kalender war es der 16. März.[^s2] Herausgeber war Henry Oldenburg, der erste Sekretär der Royal Society; er wirkte nach Darstellung der Gesellschaft „as publisher and editor".[^s1] Die Royal Society bezeichnet die Zeitschrift heute als „the world’s first and longest-running scientific journal".[^s1] Entstanden ist sie aus einer Last.[^s2] Oldenburg schrieb Hunderten von Korrespondenten einzelne Briefe, bis er beschloss, die Vorgänge in der Royal Society eines Monats gedruckt an alle zugleich zu verschicken.[^s2] Bezahlt wurde er dafür nicht: Er erhielt „no salary from the Royal Society" und hatte außer Zuwendungen Robert Boyles keine eigentliche Einnahmequelle.[^s2] Die Linda Hall Library hält fest, Oldenburg habe damit „a new vehicle for publishing scientific discoveries" erfunden — die Zeitschrift.[^s2] Wirtschaftlich trug sich das lange nicht.[^s3] In den frühen Jahren wurden monatlich 1.000 Exemplare gedruckt, rentabel wurde die Zeitschrift jedoch fast dreihundert Jahre lang nicht.[^s3] Auch die Begutachtung durch Fachleute, die heute als Kennzeichen einer wissenschaftlichen Zeitschrift gilt, kam erst später: Strengere und systematische Begutachtung führte die Royal Society als Antwort auf wachsende Konkurrenz ein, und unter dem langjährigen Herausgeber George Gabriel Stokes wurde sie ausgebaut.[^s1] Ende der Datei: 3 Quellen.