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Hermann Oberth veröffentlicht 1923 „Die Rakete zu den Planetenräumen“

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1923 erschien Hermann Oberths Buch „Die Rakete zu den Planetenräumen“, das mehrstufige Flüssigkeitsraketen und den Flug ins All durchrechnet. Als Doktorarbeit war der Text zuvor abgelehnt worden.

1923 veröffentlichte Hermann Oberth „Die Rakete zu den Planetenräumen“ bei R. Oldenbourg in München und Berlin.4 Das Deutsche Museum nennt als Zeitpunkt den Sommer 1923 und eine Auflage von 2.000 Exemplaren;1 ein Beitrag zur Ausstellung im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum in Feucht gibt den 26. Juli 1923 an.2 Oberth, 1894 in Siebenbürgen geboren, hatte den Stoff zuvor als Doktorarbeit eingereicht; nach der Linda Hall Library lehnten die Prüfer sie als zu fantastisch ab.3 Nach der Neuen Deutschen Biographie bestätigte der Heidelberger Astronom Max Wolf sie als wissenschaftlich einwandfrei, lehnte sie aber ab, weil sie eine technische und keine astronomische Schrift sei.5

Oberth kam darin zu dem Schluss, dass das geeignete Fahrzeug für die Raumfahrt seien und dass Raumraketen als gebaut werden sollten.3 Frank H. Winter nennt in dem Beitrag aus Feucht als weitere Themen Steuerung und Navigation, Lebenserhaltung samt Raumanzügen, die Rückkehr zur Erde und ein Raumstationskonzept.2 Das Buch enthält Entwürfe einer Instrumentenrakete und eines Raumschiffs sowie ein erstes skizzenhaftes Modell einer Raumstation.4 Die Linda Hall Library nennt es ein schwer lesbares Buch voller Gleichungen.3

1925 erschien eine zweite Auflage, 1929 eine auf das Fünffache erweiterte dritte unter dem Titel „Wege zur Raumschiffahrt“.1 Nach Norman beeinflusste das Buch die Gründung des Vereins für Raumschiffahrt 1927.4 Dem Verein schloss sich 1930 der 18-jährige Wernher von Braun an, der eine Art Schützling Oberths wurde.3

Zum Umfang der Erstausgabe schwanken die Angaben: knapp 87 Seiten nach dem Raumfahrthistoriker Frank H. Winter,2 92 Seiten nach Norman4 und rund 100 Seiten nach der Linda Hall Library.3 Auch wo die Doktorarbeit abgelehnt wurde, steht unterschiedlich da: Norman nennt Heidelberg im Jahr 1922,4 die Linda Hall Library Göttingen.3 Heidelberg nennt auch die ESA,6 Göttingen auch die Eisenbibliothek.7 Das Deutsche Museum spricht nicht von einer Dissertation, sondern davon, dass andere wissenschaftliche Verlage das Manuskript offenbar abgelehnt hatten, weil es ihnen zu spekulativ erschien.1

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