--- id: oberth-rakete-zu-den-planetenraeumen-1923 title: Hermann Oberth veröffentlicht 1923 „Die Rakete zu den Planetenräumen“ date: '1923-01-01' datePrecision: year dateSources: - s1 - s2 - s3 - s4 summary: >- 1923 erschien Hermann Oberths Buch „Die Rakete zu den Planetenräumen“, das mehrstufige Flüssigkeitsraketen und den Flug ins All durchrechnet. Als Doktorarbeit war der Text zuvor abgelehnt worden. themeId: theme-rakete-als-rechenaufgabe seeAlso: - id: ziolkowski-raketengleichung-1903 note: >- Eine frühere Schrift, die die Rakete ebenfalls zuerst als Rechenaufgabe behandelt. - id: verne-von-der-erde-zum-mond-1865 note: >- Oberth kannte Vernes Mondromane auswendig; Verne hatte den Flug noch mit einer Kanone gerechnet. - id: kibaltschitsch-raketenentwurf-1881 note: >- Ein früherer Entwurf eines raketengetriebenen Fluggeräts, ebenfalls nur auf dem Papier. - id: goddard-fluessigkeitsrakete-1926 note: >- Drei Jahre später startete Goddard eine Flüssigkeitsrakete, wie Oberth sie für die Raumfahrt vorschlug. verification: verified sources: - key: s1 title: Die Rakete zu den Planetenräumen publisher: Deutsches Museum url: https://www.deutsches-museum.de/forschung/bibliothek/unsere-schaetze/mobilitaet/rakete-zu-den-planetenraeumen accessedAt: '2026-10-05' - key: s2 title: Zündfunke der Raumfahrt publisher: museen.de url: https://museen.de/rakete-zu-planetenraeumen-feucht.html accessedAt: '2026-10-05' - key: s3 title: Hermann Oberth publisher: Linda Hall Library url: https://www.lindahall.org/about/news/scientist-of-the-day/hermann-oberth/ accessedAt: '2026-10-05' - key: s4 title: >- From Oberth's "The Rocket in Interplanetary Space" to Fritz Lang's "Frau im Mond" publisher: HistoryofInformation.com (Jeremy Norman) url: https://www.historyofinformation.com/detail.php?entryid=3008 accessedAt: '2026-10-05' - key: s5 title: >- Oberth, Hermann (Neue Deutsche Biographie 19) publisher: >- Deutsche Biographie (Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften) url: https://www.deutsche-biographie.de/sfz72736.html accessedAt: '2026-10-09' - key: s6 title: "Oberth, Hermann (29 December)" publisher: "ESA" url: https://www.esa.int/Science_Exploration/Space_Science/29_December accessedAt: '2026-10-11' - key: s7 title: "Die Rakete zu den Planetenräumen" publisher: "Eisenbibliothek, Klostergut Paradies" url: https://www.eisenbibliothek.ch/en/ressources/recent-aquisitions/rakete.html accessedAt: '2026-10-11' disputed: - claim: Ort der abgelehnten Doktorarbeit positions: - value: Heidelberg, 1922 source: s4 - value: Göttingen source: s3 - value: >- Heidelberg, abgelehnt von Max Wolf source: s5 - value: Heidelberg, 1922 source: s6 - value: Göttingen, 1922 source: s7 stand: forschung-offen - claim: Umfang der Erstausgabe positions: - value: knapp 87 Seiten source: s2 - value: 92 Seiten source: s4 - value: rund 100 Seiten source: s3 - claim: Erscheinungstermin positions: - value: 26. Juli 1923 source: s2 - value: Juni 1923 source: s4 - claim: Grund der Ablehnung der Doktorarbeit positions: - value: >- zu fantastisch source: s3 - value: >- technische, keine astronomische Schrift source: s5 provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: raumfahrt)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-05' --- 1923 veröffentlichte Hermann Oberth „Die Rakete zu den Planetenräumen“ bei R. Oldenbourg in München und Berlin.[^s4] Das Deutsche Museum nennt als Zeitpunkt den Sommer 1923 und eine Auflage von 2.000 Exemplaren;[^s1] ein Beitrag zur Ausstellung im Hermann-Oberth-Raumfahrt-Museum in Feucht gibt den 26. Juli 1923 an.[^s2] Oberth, 1894 in Siebenbürgen geboren, hatte den Stoff zuvor als Doktorarbeit eingereicht; nach der Linda Hall Library lehnten die Prüfer sie als zu fantastisch ab.[^s3] Nach der Neuen Deutschen Biographie bestätigte der Heidelberger Astronom Max Wolf sie als wissenschaftlich einwandfrei, lehnte sie aber ab, weil sie eine technische und keine astronomische Schrift sei.[^s5] Oberth kam darin zu dem Schluss, dass Flüssigkeitsraketen das geeignete Fahrzeug für die Raumfahrt seien und dass Raumraketen als Mehrstufenraketen gebaut werden sollten.[^s3] Frank H. Winter nennt in dem Beitrag aus Feucht als weitere Themen Steuerung und Navigation, Lebenserhaltung samt Raumanzügen, die Rückkehr zur Erde und ein Raumstationskonzept.[^s2] Das Buch enthält Entwürfe einer Instrumentenrakete und eines Raumschiffs sowie ein erstes skizzenhaftes Modell einer Raumstation.[^s4] Die Linda Hall Library nennt es ein schwer lesbares Buch voller Gleichungen.[^s3] 1925 erschien eine zweite Auflage, 1929 eine auf das Fünffache erweiterte dritte unter dem Titel „Wege zur Raumschiffahrt“.[^s1] Nach Norman beeinflusste das Buch die Gründung des Vereins für Raumschiffahrt 1927.[^s4] Dem Verein schloss sich 1930 der 18-jährige Wernher von Braun an, der eine Art Schützling Oberths wurde.[^s3] Zum Umfang der Erstausgabe schwanken die Angaben: knapp 87 Seiten nach dem Raumfahrthistoriker Frank H. Winter,[^s2] 92 Seiten nach Norman[^s4] und rund 100 Seiten nach der Linda Hall Library.[^s3] Auch wo die Doktorarbeit abgelehnt wurde, steht unterschiedlich da: Norman nennt Heidelberg im Jahr 1922,[^s4] die Linda Hall Library Göttingen.[^s3] Heidelberg nennt auch die ESA,[^s6] Göttingen auch die Eisenbibliothek.[^s7] Das Deutsche Museum spricht nicht von einer Dissertation, sondern davon, dass andere wissenschaftliche Verlage das Manuskript offenbar abgelehnt hatten, weil es ihnen zu spekulativ erschien.[^s1] Ende der Datei: 7 Quellen.