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ICD-11 wird 2019 beschlossen und gilt ab 2022

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Am 25. Mai 2019 nimmt die 72. Weltgesundheitsversammlung die elfte Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten an. Sie gilt seit dem 1. Januar 2022; in Deutschland ist die Umstellung noch nicht terminiert.

Am 25. Mai 2019 nahm die 72. Weltgesundheitsversammlung in Genf die elfte Revision der Internationalen Klassifikation der Krankheiten an, die ICD-11.123 Der Beschluss fiel einstimmig.2 Die ICD-11 trat am 1. Januar 2022 in Kraft.24

An der Revision wurde seit 2007 gearbeitet.4 Die neue Fassung liegt vollständig elektronisch vor.13 Ihr Katalog umfasst 55.000 Krankheiten, Todes- und Verletzungsursachen.3 Sie hat eigene Kapitel zur sexuellen Gesundheit und zu Schlaf-Wach-Störungen, getrennt von dem zu psychischen Störungen.2 In das Kapitel zur sexuellen Gesundheit verschob sie die nun so genannte Geschlechtsinkongruenz.5 Erstmals erfasst die ICD Verfahren der traditionellen Medizin, als optionale Zusatzcodes.5 Für krankhaftes Video- oder Online-Spielen gibt es den Code 6C51.35

Burnout steht in der ICD-11 als berufsbezogenes Phänomen, nicht als Krankheit; in derselben Kategorie stand es schon in der ICD-10.56

Seit 2022 können die Mitgliedstaaten der WHO ihre Sterbedaten nach ICD-11 kodiert melden; wann sie umstellen, entscheiden sie selbst.4 In Deutschland wird die ICD in der abgewandelten Fassung ICD-10-GM genutzt, etwa zur Abrechnung ärztlicher Leistungen.3 Für die Todesursachen ist dort noch kein Termin für die ICD-11 festgelegt, und für die Kodierung von Krankheiten wird die Einführung wegen der engen Einbindung der ICD ins Gesundheitswesen mehrere Jahre dauern.4

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