Filter

Einstein-Szilárd-Brief warnt Roosevelt vor Bomben neuen Typs

Belegt durch 4 unabhängige Quellen

ZeitalterNeueste GeschichteNeuzeitZeitgeschichte

Zuletzt geändert am

Ein auf den 2. August 1939 datierter Brief Albert Einsteins warnte Präsident Roosevelt, Uran könne den Bau von Bomben eines neuen Typs ermöglichen. Roosevelt setzte daraufhin ein Komitee für Uran ein.

Albert Einstein richtete den Brief an Präsident Franklin D. Roosevelt; er ist auf den 2. August 1939 datiert.14 Er entstand in Zusammenarbeit mit dem Physiker Leó Szilárd und dem Ökonomen Alexander Sachs.4 Einstein unterschrieb ihn nicht bloß, sondern schrieb und überarbeitete ihn mit.1 Der Brief warnte, es sei denkbar, wenn auch weit weniger sicher, dass sich auf diesem Weg äußerst starke Bomben eines neuen Typs bauen ließen.1 Eine einzige solche Bombe, per Schiff in einen Hafen gebracht und dort gezündet, könne den ganzen Hafen samt Umgebung zerstören.1

Anlass war die Nachricht von Anfang 1939, dass Otto Hahn und Fritz Straßmann die Kernspaltung entdeckt hatten; sie weckte die Furcht, Deutschland könne eine Atombombe entwickeln.2 Szilárd und Eugene Wigner suchten Einstein Anfang Juli in seinem Ferienhaus auf Long Island auf.2 Am 30. Juli kam Szilárd mit Edward Teller wieder, und sie beschlossen, den Brief über Sachs an Roosevelt zu leiten.2 Der Brief wies auch darauf hin, dass Deutschland den Verkauf von Uran aus den übernommenen tschechoslowakischen Gruben gestoppt habe.1

Der Kriegsbeginn am 1. September 1939 verzögerte die Übergabe.4 Am 11. Oktober 1939 traf Sachs Roosevelt, um ihm den Brief zu überbringen.24 Statt den Brief vorzulegen, trug Sachs eine eigene Zusammenfassung vor.2 Roosevelt setzte daraufhin ein Komitee für Uran ein, dessen Vorsitz der Physiker Lyman J. Briggs übernahm.23 Im Februar 1940 gab Briggs die ersten 6.000 Dollar an die Columbia University, für die Forschung Enrico Fermis zur Kettenreaktion.3 Der Brief gilt als Anstoß zu dem, was später hieß.4 Einstein bedauerte den Brief später.1

Siehe auch