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China tritt der Welthandelsorganisation bei

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Am 11. Dezember 2001 wird China Mitglied der WTO — nach fast fünfzehn Jahren Verhandlung und rund 900 Seiten Vertragstext. Der Beitritt verpflichtet das Land zu Zollsenkungen und zur Öffnung ganzer Dienstleistungsbereiche und verschiebt die Gewichte im Welthandel dauerhaft.

China ist seit dem 11. Dezember 2001 Mitglied der Welthandelsorganisation.1 Die Ministerkonferenz hatte den Beitritt am 10. November 2001 beschlossen; die Verhandlungen davor hatten fast fünfzehn Jahre gedauert und am 17. September 2001 geendet.4 Der Beitritt gilt als eine der drei Wegmarken in Chinas Rollenwandel in der Weltwirtschaft.2

Der Vertragstext umfasst rund 900 Seiten und regelt den Marktzugang für Waren wie für Dienstleistungen.4 Zugesagt war unter anderem, die durchschnittlichen Zölle bis 2005 auf etwa 9,4 Prozent zu senken und sämtliche Zollsätze zu binden, bei Agrarerzeugnissen auf durchschnittlich 17 Prozent bis Ende 2004.3 Der Beitritt erschöpfte sich nicht in Zöllen: Er verlangte die Öffnung von Dienstleistungsbereichen für ausländische Beteiligungen und eine Liberalisierung der Kapitalflüsse.2

Der Außenhandelsanteil an der chinesischen Wirtschaftsleistung lag zwischen 2004 und 2008 über sechzig Prozent; seit 2009 ist China der größte Warenexporteur der Welt.2 2016 lag der Überschuss im Warenhandel bei über 500 Milliarden US-Dollar.2 Die Leistungsbilanz fiel weit niedriger aus: Ende 2016 lag der Überschuss auf Jahresbasis bei rund 50 Milliarden Dollar, bei einem Warenüberschuss von rund 500 Milliarden.5

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