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RCEP tritt zunächst für zehn von fünfzehn Unterzeichnerstaaten in Kraft

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Am 1. Januar 2022 tritt das Freihandelsabkommen RCEP in Kraft — zunächst nur für die zehn Staaten, die bis November 2021 ratifiziert hatten. Die übrigen fünf Unterzeichner folgten in den beiden Jahren danach, zuletzt die Philippinen im Juni 2023.

Am 1. Januar 2022 trat die Regional Comprehensive Economic Partnership (RCEP) in Kraft — ein Freihandelsabkommen zwischen den zehn ASEAN-Staaten und den fünf Partnerländern Australien, China, Japan, Neuseeland und Südkorea, insgesamt fünfzehn Unterzeichnerstaaten.35 Der Vertragstext sah vor, dass das Abkommen 60 Tage nach dem Zeitpunkt in Kraft tritt, an dem die vorgeschriebene Mindestzahl an Ratifikationsurkunden erreicht ist.126

Diese Mindestzahl war am 2. November 2021 erreicht: Bis dahin hatten sechs der zehn ASEAN-Mitglieder — Brunei, Kambodscha, Laos, Singapur, Thailand und Vietnam — sowie die vier Nicht-ASEAN-Unterzeichner Australien, China, Japan und Neuseeland ihre Ratifikationsurkunden beim ASEAN-Sekretariat hinterlegt.12 Für diese zehn Staaten galt das Abkommen ab dem 1. Januar 2022.4

Südkorea ratifizierte kurz darauf; das Abkommen trat für das Land am 1. Februar 2022 in Kraft.5 Malaysia folgte am 18. März 2022, Indonesien am 2. Januar 2023 und die Philippinen am 2. Juni 2023.5 Damit war RCEP für vierzehn der fünfzehn Unterzeichnerstaaten in Kraft; für Myanmar ist es nicht in Kraft getreten.5

RCEP wird von den beteiligten Regierungen als das nach Bevölkerung und Handelsvolumen größte Freihandelsabkommen der Welt beschrieben: Nach Angaben des chinesischen Staatsrats deckt es etwa 30 Prozent der Weltbevölkerung und des globalen Handelsvolumens ab, das IISD beziffert den Markt auf rund 2,3 Milliarden Menschen und mehr als ein Viertel des Weltexports.13 Erstmals bestehen damit Freihandelsbeziehungen zwischen China und Japan.4

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