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Hashcash macht Rechenzeit zum Briefporto

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Am 28. März 1997 kündigt Adam Back ein Verfahren an, das dem Absender einer E-Mail eine kleine, sofort nachprüfbare Rechenarbeit abverlangt. Die Ankündigung erscheint auf der Cypherpunks-Liste. Elf Jahre später trägt dasselbe Prinzip ein Geldsystem.

Am 28. März 1997 kündigte Adam Back auf der Mailingliste der Cypherpunks ein Verfahren mit dem Betreff „[ANNOUNCE] hash cash postage implementation" an.1 Er beschrieb es als „partial hash collision based postage scheme": Wer eine Nachricht verschicken will, muss vorher eine Rechenaufgabe lösen.1 Technisch arbeitet es mit einer unvollständigen Hash-Kollision — der Absender variiert eine Zufallszahl, bis der Hash eine bestimmte Zahl führender Nullen aufweist.2

Der Reiz lag in einer Asymmetrie, die Back selbst benannte: „The idea of using partial hashes is that they can be made arbitrarily expensive to compute, and yet can be verified instantly."1 Für eine einzelne E-Mail fällt die Arbeit nicht ins Gewicht, für den Massenversand summiert sie sich — Spam sollte damit unrentabel werden.2 Förmlich beschrieben hat Back das Verfahren erst am 1. August 2002, in einem Papier unter dem Titel „Hashcash — A Denial of Service Counter-Measure".3

Bitcoin nutzt dieselbe Grundidee für eine andere Aufgabe: Wer einen Block anfügen will, sucht durch Ausprobieren eine Zahl, die einen zulässigen Hash ergibt.2 Das Whitepaper von 2008 sagt das ausdrücklich — man brauche „a system similar to Adam Back's Hashcash" — und führt Backs Papier als Beleg [6] in seinem Literaturverzeichnis.4 Einen Unterschied hält das Bitcoin Magazine dennoch fest: Bei Hashcash war die geleistete Arbeit für den Empfänger wertlos, „any 'received' proof of work is useless to the recipient".1 Genau diese Weitergabe fehlte: Ein Hashcash-Stempel ließ sich nicht anderswo erneut ausgeben.1

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