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RPOW: Hal Finney macht Hashcash-Token weitergebbar

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Am 15. August 2004 stellte Hal Finney RPOW vor: einen Server, der Hashcash gegen signierte Token tauschte, die sich weitergeben ließen. Dass der Betreiber nicht betrügt, sollte eine Kryptokarte belegen, deren Software jeder prüfen konnte.

Am 15. August 2004 lud Hal Finney die Leser einer Mailingliste der Cypherpunks ein, seinen neuen Server rpow.net auszuprobieren, der auf Hashcash aufbaute.1 Am 18. August 2004 griff Slashdot die Einladung auf.2 Der Server nahm Hashcash als Nachweis geleisteter Rechenarbeit entgegen und gab dafür mit RSA signierte Token aus, die Finney Reusable Proofs of Work nannte.1 Es war das erste System wiederverwendbarer Arbeitsnachweise vor Bitcoin.4

Anders als Hashcash sollten die Token wiederverwendbar sein: Jedes ließ sich nur einmal einlösen, der Server gab dafür aber ein neues aus, sodass es wirkte, als werde dasselbe Token von Person zu Person weitergereicht.1 Damit kein Token zweimal ausgegeben wurde, prüfte der Server gegen eine eigene Datenbank, ob es von ihm stammte und noch nicht eingelöst war.3 Neu war nach Finneys Worten das Sicherheitsmodell: Der Server lief auf einer Kryptokarte vom Typ IBM 4758, die nach FIPS-140 Stufe 4 validiert war,2 und die Karte konnte eine signierte Bestätigung der auf ihr laufenden Software ausgeben.1 Jeder Nutzer sollte diese Software mit dem veröffentlichten Quelltext vergleichen können, damit auch der Betreiber selbst keine Token ohne Gegenwert erzeugen konnte.13

Finney kündigte das System als frühe Beta an und warnte, dass ein Neuladen des Servers bereits erzeugte Token ungültig machen könne.1 Anders als Bit Gold wurde RPOW tatsächlich umgesetzt, und Finney betrieb es eine Zeit lang.3 Durchgesetzt hat es sich nicht; die History of Bitcoin nennt als Grund, dass schnellere Rechner neue Token immer billiger machten und niemand einen Anreiz hatte, sie als Zahlung anzunehmen.3 Im Januar 2009 war Finney der erste Empfänger einer Transaktion im Bitcoin-Netz.4

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