b-money beschreibt Geld, das aus Rechenarbeit entsteht
Im November 1998 veröffentlichte Wei Dai einen Entwurf für ein Zahlungssystem ohne Mittelsmann, in dem Geld durch das Lösen von Rechenaufgaben entsteht. Zehn Jahre später steht der Text als Quelle [1] im Literaturverzeichnis des Bitcoin-Whitepapers.
Im November 1998 veröffentlichte Wei Dai unter dem Namen b-money den Entwurf für ein Zahlungssystem ohne Mittelsmann.1,2 Der Text beginnt mit einem Bekenntnis zu Tim Mays Krypto-Anarchie und beschreibt Verfahren, mit denen sich nicht zurückverfolgbare Teilnehmer gegenseitig Werte übertragen und Verträge durchsetzen können, ohne dass eine Regierung daran beteiligt ist.1 Geld entsteht darin, indem jemand eine Rechenaufgabe löst; übertragen wird es mit digital unterschriebenen Nachrichten, und Verträge werden über hinterlegte Einlagen und Schiedsverfahren abgesichert.1
Im Literaturverzeichnis des Bitcoin-Whitepapers von 2008 steht b-money an erster Stelle, zitiert als „W. Dai, ‚b-money,‘ http://www.weidai.com/bmoney.txt, 1998“.3 Nach Dais eigenem Verständnis erfuhr Satoshi Nakamoto erst nachträglich von der Arbeit und nannte sie dann in seinem Papier.2
Datiert ist der Text auf den Monat, nicht auf den Tag: Die Textsammlung, die seinen Wortlaut führt, nennt November 1998.1 Der Artikel über Wei Dai und das Literaturverzeichnis des Whitepapers nennen nur das Jahr.2,3
Siehe auch
- Hashcash macht Rechenzeit zum Briefporto 1997 Ein Jahr älter und dasselbe Bauteil — dort gegen Spam gedacht, hier als Quelle von Geld.
- Das Bitcoin-Whitepaper erscheint auf einer Mailingliste 2008 Zehn Jahre später die erste Quelle in dessen Literaturverzeichnis.
Hierher verwiesen
- RPOW: Hal Finney macht Hashcash-Token weitergebbar 2004 Ein Entwurf derselben Liste, der Geld aus Rechenarbeit beschrieb, ohne es zu bauen; RPOW lief tatsächlich.