Erster kommerzieller Lithium-Ionen-Akku kommt 1991 von Sony
Sony verbindet die Kathode von John Goodenough mit einer Kohlenstoff-Anode und verkauft den ersten wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku. Ohne diese Speichertechnik wären tragbare Elektronik und Elektroautos nicht denkbar.
In den frühen 1970er Jahren zeigte Stanley Whittingham, wie sich Lithium-Ionen zwischen den Schichten eines Disulfids einlagern lassen.1,4 John Goodenough, damals Professor für anorganische Chemie in Oxford, zeigte 1980 mit Lithium-Cobaltoxid ein deutlich besseres Kathodenmaterial: Whittinghams Zelle brachte gut zwei Volt, Goodenoughs bis zu vier.1,4 Akira Yoshino setzte 1985 bei Asahi Kasei eine vollständige Zelle zusammen, indem er Goodenoughs mit einer Anode aus Petrolkoks kombinierte — dadurch entfiel metallisches Lithium und mit ihm die Gefahr eines Durchgehens der Zelle.1,4
1991 brachte Sony auf dieser Grundlage den ersten kommerziellen wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akku auf den Markt.2,3 Leicht, wiederaufladbar und leistungsfähig, ermöglichte der Zelltyp Mobiltelefone, tragbare Rechner und später Elektrofahrzeuge.1,2
Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften zeichnete Goodenough, Whittingham und Yoshino 2019 mit dem Nobelpreis für Chemie aus; die Pressemitteilung nennt als Anlass die Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterie.1 Goodenough war mit 97 Jahren der bis dahin älteste Nobelpreisträger überhaupt.3 Nach der Akademie haben Lithium-Ionen-Batterien den Grundstein für eine kabellose und von fossilen Brennstoffen unabhängige Gesellschaft gelegt.1
Siehe auch
- Bell Labs stellt die erste brauchbare Silizium-Solarzelle vor 1954 Die andere Hälfte des Problems: Strom erzeugen, wenn die Sonne scheint.
- Das Erneuerbare-Energien-Gesetz tritt in Kraft 2000 Der Ausbau, der die Speicherfrage von der Kür zur Pflicht machte.
Hierher verwiesen
- Das Erneuerbare-Energien-Gesetz tritt in Kraft 2000 Ohne Speicher bleibt der Vorrang im Netz an seine Grenzen gebunden.
- Bell Labs stellt die erste brauchbare Silizium-Solarzelle vor 1954 Erzeugung allein genügt nicht — die Speicherfrage kam später.