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Al-Kindī beschreibt um 850 in Bagdad die Häufigkeitsanalyse

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ZeitalterMittelalter

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Um 850 beschrieb al-Kindī in Bagdad, wie man Geheimschriften durch das Zählen von Buchstaben bricht. Seine Abhandlung gilt als die früheste bekannte über Kryptoanalyse.

Im neunten Jahrhundert schrieb der Gelehrte Abū Yūsuf Yaʿqūb ibn Isḥāq al-Kindī in Bagdad eine Abhandlung darüber, wie man verschlüsselte Botschaften entziffert.13 Sie gilt als die früheste bekannte Abhandlung über Kryptoanalyse.3 Ihr arabischer Titel lautet „Risalah fi Istikhraj al-Mu’amma“, auf Englisch „A Manuscript on Deciphering Cryptographic Messages“.3 Entstanden ist sie um 850.13

Al-Kindī empfiehlt, einen ausreichend langen Klartext in der Sprache der Botschaft zu nehmen und zu zählen, wie oft jeder Buchstabe darin vorkommt.2 Den häufigsten Buchstaben der Geheimbotschaft setzt man dann dem häufigsten des Klartexts gleich, den zweithäufigsten dem zweithäufigsten, und so weiter.23 Das Verfahren heißt und richtet sich gegen Chiffren, die jeden Buchstaben stets durch dasselbe Zeichen ersetzen.3 Seine eigenen Zählungen stützte al-Kindī auf sieben Seiten mit zusammen 3667 Buchstaben.2 Nach Bernard Ycart enthalten seither alle Abhandlungen über Kryptologie einen Abschnitt über solche einfachen Ersetzungschiffren.2

Al-Kindī wurde um 800 geboren.4 Sein Tod wird meist in die frühen 870er-Jahre gesetzt.4 Als Geburtsort nennt die Stanford Encyclopedia of Philosophy Basra, die Biografie bei MacTutor dagegen Kufa.45 Gefunden hat die Schrift M. Mrayati beim Durchsehen des osmanischen Süleymaniye-Archivs in Istanbul.1 Eine Gruppe um Mrayati von der Arabischen Akademie in Damaskus hatte 1979 begonnen, nach dem verschollenen Buch des Ibn ad-Durayhim zu suchen.6 Die Gruppe gab die gefundenen Handschriften 1987 auf Arabisch heraus.6

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