KMK ergänzt Kompetenzrahmen um KI, aber ohne festen Stundenumfang
Die Bildungsministerkonferenz der Länder erweiterte am 16. Oktober 2026 den Kompetenzrahmen „Bildung in der digitalen Welt“ um KI-bezogene Kompetenzen. Stundenumfang und Jahrgangsstufen legt er nicht fest.
Am 16. Oktober 2026 erweiterte die Bildungsministerkonferenz den Kompetenzrahmen „Bildung in der digitalen Welt“ um KI-bezogene Kompetenzen.1,3 Die sechs bestehenden Kompetenzbereiche bleiben erhalten und werden unter dem Blickwinkel der KI erweitert.2 Schülerinnen und Schüler sollen Künstliche Intelligenz verstehen, gezielt und kreativ einsetzen, ihre Ergebnisse kritisch bewerten und Chancen und Risiken einschätzen können.1 Im Mittelpunkt stehen vier Perspektiven: mit KI bewusst umgehen, KI kreativ anwenden, KI gezielt einsetzen und KI aktiv mitgestalten.1,2 Dazu gehören etwa der offene Umgang mit Beiträgen, die eine KI erzeugt hat, Datenschutz, ethische Fragen und Deepfakes.2
Die Kultusministerkonferenz hatte 2016 mit der Strategie „Bildung in der digitalen Welt“ einen gemeinsamen Rahmen für die Digitalisierung im Bildungsbereich geschaffen.4 2024 stellten die Länder in einer Handlungsempfehlung Maßnahmen zum Umgang mit KI vor.4 Der neue Rahmen lehnt sich eng an das AI-Literacy-Framework von OECD und Europäischer Kommission an.1 Erarbeitet hat ihn die Arbeitsgruppe Künstliche Intelligenz der KMK unter Federführung Nordrhein-Westfalens.1
Zum Rahmen gehören Hilfen für Schulen, darunter 22 Reflexionskarten und ein „KMK-Navigator für KI-Kompetenzen“ im Chatbot AIS.chat, den die Länder gemeinsam betreiben.1 Der Kompetenzrahmen selbst ist schon veröffentlicht; die Hilfen sollen folgen, sobald sie auf Veranstaltungen vorgestellt sind.1 Er beschreibt Anforderungen, legt aber weder einen verbindlichen Stundenumfang noch Jahrgangsstufen fest.3 Zusätzliche Ressourcen und verbindliche Vorgaben für die Qualifizierung der Lehrkräfte enthält der Beschluss nicht.3 Wie die Kompetenzen in den Unterricht kommen, bleibt weitgehend den Ländern und Schulen überlassen.3
Siehe auch
- Künstliche Intelligenz EU AI Act tritt in Kraft 2024 Der AI Act verlangt seit Februar 2025 KI-Kompetenz; der Kompetenzrahmen beschreibt, was Schüler davon lernen sollen.