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Der IQB-Bildungstrend 2024 misst bei Neuntklässlern Rückgänge in allen vier Fächern

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Am 16. Oktober 2025 legte das IQB den Bildungstrend 2024 vor. In Mathematik, Biologie, Chemie und Physik erreichten Neuntklässler die Bildungsstandards seltener als 2018 und 2012; in Mathematik verfehlte rund ein Drittel den Mindeststandard für den Mittleren Schulabschluss.

Am 16. Oktober 2025 stellte das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2024 vor.14 Zum dritten Mal prüfte es, wie weit Neuntklässler die der Kultusministerkonferenz in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik erreichen.4 Die Stichprobe umfasste 48.279 Schülerinnen und Schüler aus 1.556 Schulen in allen 16 Ländern.2 Getestet wurde von März bis Juli 2024.1 Nach dem IQB fallen die Ergebnisse besorgniserregend aus: In allen vier Fächern werden die Regelstandards seltener erreicht und die Mindeststandards häufiger verfehlt als 2018 und 2012.1

In Mathematik verfehlen knapp 9 Prozent aller Neuntklässler den Mindeststandard für den Ersten Schulabschluss und ungefähr 34 Prozent den für den Mittleren Schulabschluss.1 Beim Mittleren Schulabschluss lag dieser Anteil 2018 nach dem Deutschen Schulportal bei 22 Prozent.3 Für die Mindeststandards des Mittleren Schulabschlusses nennt das Schulportal eine Spanne von 20,6 Prozent in Sachsen bis 48,7 Prozent in Bremen, ohne an dieser Stelle das Fach zu nennen.3 Besonders gute Ergebnisse in Mathematik erzielten Bayern, Sachsen und Schleswig-Holstein, besonders schwache Bremen, Hessen und Nordrhein-Westfalen.34 In den Naturwissenschaften gibt es Zahlen zu den Mindeststandards nur für Jugendliche, die den Mittleren Schulabschluss anstreben; im Fachwissen verfehlen sie 10 Prozent in Biologie, 25 Prozent in Chemie und 16 Prozent in Physik.13 In derselben Gruppe verfehlen in Mathematik etwa 24 Prozent den Mindeststandard.1

Die Autorinnen und Autoren des Berichts führen den Rückgang nach dem Schulportal auch darauf zurück, dass die sozialen Unterschiede gewachsen sind und mehr Jugendliche selbst nach Deutschland zugewandert sind.3 Gegenüber 2018 betreffen die Rückgänge dem Schulportal zufolge aber Jugendliche aus sozial privilegierten Familien in etwa gleichem Ausmaß wie die aus weniger privilegierten.3 Als möglichen weiteren Grund nennt es die Schulschließungen während der Corona-Pandemie.3 Die Bildungsministerkonferenz verwies daneben auf eine weiterhin hohe Schulzufriedenheit und auf positive Ansätze bei der Integration und beim Einsatz digitaler Medien.2 Ihre Präsidentin Simone Oldenburg forderte eine gemeinsame Kraftanstrengung, um die Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken.2

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