--- id: iqb-bildungstrend-2024-2025 title: >- Der IQB-Bildungstrend 2024 misst bei Neuntklässlern Rückgänge in allen vier Fächern date: '2025-10-16' datePrecision: day dateSources: - s1 - s4 summary: >- Am 16. Oktober 2025 legte das IQB den Bildungstrend 2024 vor. In Mathematik, Biologie, Chemie und Physik erreichten Neuntklässler die Bildungsstandards seltener als 2018 und 2012; in Mathematik verfehlte rund ein Drittel den Mindeststandard für den Mittleren Schulabschluss. themeId: theme-bildung-im-vergleich seeAlso: - id: pisa-2022-ergebnisse-2023 note: >- Zwei Jahre zuvor hatte PISA bei Fünfzehnjährigen denselben Abwärtstrend international gemessen. - id: timss-2023-grundschule-2024 note: >- Die internationale Messung derselben Fächer in der vierten Klasse, ein knappes Jahr früher veröffentlicht. verification: verified sources: - key: s1 title: IQB-Bildungstrend 2024 publisher: >- Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), Humboldt-Universität zu Berlin url: https://www.iqb.hu-berlin.de/de/schule/sekundarstufe-i/bildungstrend/2024/ accessedAt: '2026-10-04' - key: s2 title: Licht und Schatten im IQB-Bildungstrend 2024 publisher: Kultusministerkonferenz (Bildungsministerkonferenz) url: https://www.kmk.org/aktuelles/pressearchiv/mitteilung/licht-und-schatten-im-iqb-bildungstrend-2024.html accessedAt: '2026-10-04' - key: s3 title: >- IQB-Bildungstrend 2024: Tiefstand der Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften publisher: Deutsches Schulportal (Robert Bosch Stiftung) url: https://deutsches-schulportal.de/bildungswesen/iqb-bildungstrend-die-wichtigsten-ergebnisse/ accessedAt: '2026-10-04' - key: s4 title: Schwache Ergebnisse in Mathematik und in den Naturwissenschaften publisher: Deutscher Bildungsserver (DIPF) url: https://www.bildungsserver.de/bildung+innovation/schwache-ergebnisse-in-mathematik-und-in-den-naturwissenschaften-1401.html accessedAt: '2026-10-04' provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (Musterlauf: bildung)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-04' --- Am 16. Oktober 2025 stellte das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) an der Humboldt-Universität zu Berlin die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2024 vor.[^s1][^s4] Zum dritten Mal prüfte es, wie weit Neuntklässler die Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz in Mathematik, Biologie, Chemie und Physik erreichen.[^s4] Die Stichprobe umfasste 48.279 Schülerinnen und Schüler aus 1.556 Schulen in allen 16 Ländern.[^s2] Getestet wurde von März bis Juli 2024.[^s1] Nach dem IQB fallen die Ergebnisse besorgniserregend aus: In allen vier Fächern werden die Regelstandards seltener erreicht und die Mindeststandards häufiger verfehlt als 2018 und 2012.[^s1] In Mathematik verfehlen knapp 9 Prozent aller Neuntklässler den Mindeststandard für den Ersten Schulabschluss und ungefähr 34 Prozent den für den Mittleren Schulabschluss.[^s1] Beim Mittleren Schulabschluss lag dieser Anteil 2018 nach dem Deutschen Schulportal bei 22 Prozent.[^s3] Für die Mindeststandards des Mittleren Schulabschlusses nennt das Schulportal eine Spanne von 20,6 Prozent in Sachsen bis 48,7 Prozent in Bremen, ohne an dieser Stelle das Fach zu nennen.[^s3] Besonders gute Ergebnisse in Mathematik erzielten Bayern, Sachsen und Schleswig-Holstein, besonders schwache Bremen, Hessen und Nordrhein-Westfalen.[^s3][^s4] In den Naturwissenschaften gibt es Zahlen zu den Mindeststandards nur für Jugendliche, die den Mittleren Schulabschluss anstreben; im Fachwissen verfehlen sie 10 Prozent in Biologie, 25 Prozent in Chemie und 16 Prozent in Physik.[^s1][^s3] In derselben Gruppe verfehlen in Mathematik etwa 24 Prozent den Mindeststandard.[^s1] Die Autorinnen und Autoren des Berichts führen den Rückgang nach dem Schulportal auch darauf zurück, dass die sozialen Unterschiede gewachsen sind und mehr Jugendliche selbst nach Deutschland zugewandert sind.[^s3] Gegenüber 2018 betreffen die Rückgänge dem Schulportal zufolge aber Jugendliche aus sozial privilegierten Familien in etwa gleichem Ausmaß wie die aus weniger privilegierten.[^s3] Als möglichen weiteren Grund nennt es die Schulschließungen während der Corona-Pandemie.[^s3] Die Bildungsministerkonferenz verwies daneben auf eine weiterhin hohe Schulzufriedenheit und auf positive Ansätze bei der Integration und beim Einsatz digitaler Medien.[^s2] Ihre Präsidentin Simone Oldenburg forderte eine gemeinsame Kraftanstrengung, um die Basiskompetenzen der Schülerinnen und Schüler zu stärken.[^s2] Ende der Datei: 4 Quellen.