Zeitalter nach der europäischen Epocheneinteilung der Geschichtswissenschaft. Sie werden aus dem Datum eines Eintrags berechnet und sind ein Zeitband: Ein Eintrag aus China oder Mesoamerika liegt im selben Band, gehört deshalb aber nicht zur europäischen Geschichte.
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1505
Nihil novi: Polens König darf nicht mehr allein Gesetze erlassen
Auf dem Sejm in Radom nimmt Polen 1505 die Akte Nihil novi an: Nichts Neues ohne gemeinsame Zustimmung. Die Gesetzgebung geht von der Krone an ein Zweikammerparlament über — vertreten ist darin allerdings der Adel, nicht das Land. -
1628
Karl I. stimmt der Petition of Right zu
Am 7. Juni 1628 stimmte Karl I. einer Petition beider Häuser zu. Sie erklärte Steuern ohne Parlament, Haft ohne Grund, Zwangseinquartierung und Kriegsrecht gegen Zivilisten für rechtswidrig. -
1689
Das Bill of Rights bindet die englische Krone an das Parlament
Am 16. Dezember 1689 erhält in England das Bill of Rights die königliche Zustimmung. Es erklärt die Kernrechte der Krone für rechtswidrig — Gesetze auszusetzen, Steuern zu erheben, ein stehendes Heer zu unterhalten — soweit das Parlament nicht zustimmt. -
1789
Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte von 1789 gilt bis heute
1789 stimmt die französische Nationalversammlung Artikel für Artikel über siebzehn Sätze ab. Sie gewähren keine Rechte, sondern erklären sie für vorgefunden — und gelten in Frankreich bis heute als Verfassungsrecht.