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Dekret von Kanopus schreibt 238 v. Chr. einen Schalttag vor

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ZeitalterAltertum

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Im Dekret von Kanopus beschlossen ägyptische Priester 238 v. Chr., alle vier Jahre einen sechsten Zusatztag einzufügen. Die Regel setzte sich nicht durch; den Schalttag führte erst Augustus wieder ein.

Das Dekret von Kanopus stammt aus dem Jahr 238 v. Chr.12 Beschlossen haben es Priester, die sich in Kanopus versammelt hatten, zu Ehren Ptolemaios' III., seiner Frau Berenike und ihrer Tochter.34 Als Tag nennt ein Katalog der Universidad Pablo de Olavide den 7. März 238 v. Chr.3 Neu war darin eine Kalenderregel: Alle vier Jahre sollte zu den fünf Zusatztagen am Jahresende, den , ein sechster Festtag kommen.12

Das ägyptische Verwaltungsjahr hatte zwölf Monate zu je dreißig Tagen und fünf angehängte Tage, zusammen 365.2 Begründet wird die Regel damit, dass sich der Stand der Sonne im Lauf von vier Jahren um einen Tag verschiebt; der bisherige Fehler in der Ordnung der Jahreszeiten sollte damit behoben sein.1 Die früher bekannten Abschriften tragen den Text in Hieroglyphen, demotischer Schrift und Griechisch.14 Die beiden am besten erhaltenen kamen 1866 in Tanis und 1881 in Kom el-Hisn zutage und stehen im Ägyptischen Museum in Kairo.1 Ihre Hieroglyphentexte räumten letzte Zweifel an der Entzifferung des Steins von Rosette aus.1 Erhalten sind sechs vollständige oder beschädigte Abschriften,1 dazu eine weitere, die nur Hieroglyphen trägt.4

Durchgesetzt hat sich die Regel nicht; wann und warum man sie aufgab, ist nicht bekannt.12 Als Rom Ägypten 30 v. Chr. annektierte, galt dort wieder das Jahr von 365 Tagen.1 Den Schalttag führte erst Augustus wieder ein, nach National Geographic bis 22 v. Chr.,1 nach dem Newsletter der SSEA 25 v. Chr.2 In der Fachliteratur ist das Jahr offen: Je nach Deutung der Papyri begann der neue Vierjahreszyklus 30 oder 26 v. Chr.5

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