Emile Berliners Grammophon macht 1887 Aufnahmen kopierbar
1887 entwickelte Emile Berliner ein Verfahren, Schall in einer spiralförmigen Rille auf einer flachen Scheibe festzuhalten, und nannte es Grammophon. Von einer Vorlage aus Zink ließen sich Platten für den Handel kopieren.
Emile Berliner arbeitete an einem Aufnahmeverfahren, das Edisons Walze überlegen sein sollte.2 1887 entwickelte er eine Methode, Schall in einer spiralförmigen, gewellten Rille auf einer flachen Scheibe festzuhalten.2 Im selben Jahr stellte er das Konzept unter dem Namen „Grammophon“ vor.3 Das Grammophon trägt das US-Patent 372,786.2 Erteilt wurde es am 8. November 1887.1,6 Encyclopedia.com datiert das Patent dagegen auf den 26. September 1887.4
Im Patent bewegt sich der Schreibstift nicht senkrecht in die Oberfläche hinein, sondern parallel zu ihr und berührt sie kaum.1 Die Aufnahme wird anschließend in festem Material kopiert, und die Kopie dient zur Wiedergabe.1 Eine solche Kopie lässt sich nach dem Patent beliebig vervielfältigen.1 Aufgezeichnet wird dort noch auf einem Streifen aus Papier, Pergament oder Metall, nicht auf einer Scheibe.1 Seine ersten Scheiben waren mit Wachs beschichtete Zinkplatten, in die das Muster mit Säure geätzt wurde.4,5 Von einer solchen Zinkplatte als Vorlage wurden die Platten für den Handel in hartem Material hergestellt.5
1888 zeigte Berliner seine Erfindung am Franklin Institute in Philadelphia, vermarktet wurde sie zuerst in Deutschland.4 Vor dem Rat des Instituts sprach er am 16. Mai 1888.3 Später stellte er Platten aus einer Masse aus Schellack, Ruß und Tierhaar her.4 Die Wiedergabe war laut genug, um ohne Ohrhörer auszukommen.5 Die Rechte am Grammophon verkaufte Berliner an die Victor Talking Machine Company, die spätere RCA, für die es das erste große Produkt wurde.2
Siehe auch
- Edisons Phonograph gibt im Dezember 1877 eine Stimme wieder 1877 Die Walze, der Berliner ein überlegenes Verfahren entgegensetzen wollte.
- Die Original Dixieland Jass Band nimmt 1917 die erste Jazzplatte auf 1917 Die Victor Talking Machine Company, an die Berliner die Rechte verkaufte, nahm 1917 die erste Jazzplatte auf.
- Columbia Records stellt im Juni 1948 die Langspielplatte vor 1948 Sechzig Jahre später wechselte die Platte von Schellack zu Vinyl und zu 33⅓ Umdrehungen.
Hierher verwiesen
- Columbia Records stellt im Juni 1948 die Langspielplatte vor 1948 Die flache Scheibe, aus der die Langspielplatte hervorging.