--- id: berliner-grammophon-1887 title: Emile Berliners Grammophon macht 1887 Aufnahmen kopierbar date: '1887-01-01' datePrecision: year dateSources: - s2 - s3 summary: >- 1887 entwickelte Emile Berliner ein Verfahren, Schall in einer spiralförmigen Rille auf einer flachen Scheibe festzuhalten, und nannte es Grammophon. Von einer Vorlage aus Zink ließen sich Platten für den Handel kopieren. themeId: theme-tontraeger wikidata: - id: Q7112808 name: Grammophon seeAlso: - id: edison-phonograph-1877 note: Die Walze, der Berliner ein überlegenes Verfahren entgegensetzen wollte. - id: original-dixieland-jass-band-1917 note: >- Die Victor Talking Machine Company, an die Berliner die Rechte verkaufte, nahm 1917 die erste Jazzplatte auf. - id: langspielplatte-columbia-1948 note: >- Sechzig Jahre später wechselte die Platte von Schellack zu Vinyl und zu 33⅓ Umdrehungen. verification: verified sources: - key: s1 title: US372786A – Gramophone publisher: Google Patents url: https://patents.google.com/patent/US372786A/en accessedAt: '2026-10-22' - key: s2 title: Emile Berliner publisher: Lemelson-MIT Program (MIT) url: https://lemelson.mit.edu/resources/emile-berliner accessedAt: '2026-10-22' - key: s3 title: Emil Berliner publisher: Deutsche Nationalbibliothek, Deutsches Buch- und Schriftmuseum url: https://mediengeschichte.dnb.de/DBSMZBN/Content/EN/MassMedia/10-berliner-emil-en.html accessedAt: '2026-10-22' - key: s4 title: Emile Berliner publisher: Encyclopedia.com (Gale) url: https://www.encyclopedia.com/science/encyclopedias-almanacs-transcripts-and-maps/emile-berliner accessedAt: '2026-10-22' - key: s5 title: The audio-visual handbook (1942), S. 148 publisher: Lantern, Media History Digital Library (University of Wisconsin-Madison) url: https://lantern.mediahist.org/catalog/audiovisualhandb00dent_0148 accessedAt: '2026-10-22' - key: s6 title: Father of the Gramophone publisher: Library of Congress (Information Bulletin) url: https://www.loc.gov/loc/lcib/1106/berliner.html accessedAt: '2026-10-24' disputed: - claim: Datum des Patents 372,786 positions: - value: erteilt am 8. November 1887 source: s1 - value: 26. September 1887 source: s4 resolution: >- Erteilt wurde das Patent am 8. November 1887 (s1, s6). Den 26. September nennt die Patentschrift als Tag, an dem die Anmeldung eingereicht wurde. provenance: origin: recherche model: beschaffer:sonnet createdBy: '/research (manuell, Thema: Tonträger)' reviewedBy: research reviewedAt: '2026-10-22' --- Emile Berliner arbeitete an einem Aufnahmeverfahren, das Edisons Walze überlegen sein sollte.[^s2] 1887 entwickelte er eine Methode, Schall in einer spiralförmigen, gewellten Rille auf einer flachen Scheibe festzuhalten.[^s2] Im selben Jahr stellte er das Konzept unter dem Namen „Grammophon“ vor.[^s3] Das Grammophon trägt das US-Patent 372,786.[^s2] Erteilt wurde es am 8. November 1887.[^s1][^s6] Encyclopedia.com datiert das Patent dagegen auf den 26. September 1887.[^s4] Im Patent bewegt sich der Schreibstift nicht senkrecht in die Oberfläche hinein, sondern parallel zu ihr und berührt sie kaum.[^s1] Die Aufnahme wird anschließend in festem Material kopiert, und die Kopie dient zur Wiedergabe.[^s1] Eine solche Kopie lässt sich nach dem Patent beliebig vervielfältigen.[^s1] Aufgezeichnet wird dort noch auf einem Streifen aus Papier, Pergament oder Metall, nicht auf einer Scheibe.[^s1] Seine ersten Scheiben waren mit Wachs beschichtete Zinkplatten, in die das Muster mit Säure geätzt wurde.[^s4][^s5] Von einer solchen Zinkplatte als Vorlage wurden die Platten für den Handel in hartem Material hergestellt.[^s5] 1888 zeigte Berliner seine Erfindung am Franklin Institute in Philadelphia, vermarktet wurde sie zuerst in Deutschland.[^s4] Vor dem Rat des Instituts sprach er am 16. Mai 1888.[^s3] Später stellte er Platten aus einer Masse aus Schellack, Ruß und Tierhaar her.[^s4] Die Wiedergabe war laut genug, um ohne Ohrhörer auszukommen.[^s5] Die Rechte am Grammophon verkaufte Berliner an die Victor Talking Machine Company, die spätere RCA, für die es das erste große Produkt wurde.[^s2] Ende der Datei: 6 Quellen.