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Columbia Records stellt im Juni 1948 die Langspielplatte vor

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Am 21. Juni 1948 stellte Columbia Records in New York die Langspielplatte vor: Vinyl statt Schellack, 33⅓ Umdrehungen und eine feinere Rille. RCA antwortete mit der Single mit 45 Umdrehungen.

Columbia Records brachte im Juni 1948 die erste Langspielplatte mit heraus.1 Vorgestellt wurde sie am 21. Juni auf einer Pressekonferenz im Waldorf Astoria in New York.12 Sie drehte sich mit 33⅓ Umdrehungen in der Minute und hatte einen Durchmesser von 12 Zoll.3 Statt aus Schellack bestand sie aus Vinyl, rauschte weniger und brach seltener.4 Die Angaben zur Spielzeit je Seite schwanken: rund 23 Minuten nach der Library of Congress1, bis zu 22½ Minuten nach Sean Wilentz.2

Die Entwicklung der LP reicht bis 1945 zurück.3 Ein Team von Ingenieuren bei Columbia und dem Mutterkonzern CBS unter Peter Goldmark stellte die Mikrorille im Sommer 1947 fertig.1 Encyclopedia.com schreibt die Entwicklung Goldmark allein zu5, die Library of Congress nennt neben ihm weitere Ingenieure wie Bill Bachman.1 Einzelne Bestandteile gab es schon in den 1920er-Jahren: Vinyl, die Geschwindigkeit von 33⅓ Umdrehungen und erfolglose Versuche mit Mikrorillen, auch bei RCA Victor.1

Die erste Langspielplatte, Mendelssohns Violinkonzert in e-Moll mit Nathan Milstein, den New Yorker Philharmonikern und Bruno Walter, lag eine Woche nach der Pressekonferenz in den Geschäften.2 Bis Ende 1948 verkaufte Columbia 1.250.000 Langspielplatten.2 Schon im April 1948 hatte CBS dem RCA-Chef David Sarnoff eine Lizenz angeboten.2 RCA lehnte ab und stellte am 10. Januar 1949 eine eigene Platte von 7 Zoll mit 45 Umdrehungen vor.26 Die ETHW datiert die Einführung der 45er dagegen auf Ende 1947.3 Innerhalb weniger Jahre übernahmen die meisten Plattenfirmen beide Formate, die 45er für Singles und die LP für klassische Alben.3

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