Benin-Bronzen: Schweizer Museen geben 18 Objekte an Nigeria zurück
Am 29. Juni 2026 übergaben drei Schweizer Museen in Lagos 18 Objekte aus dem Königreich Benin an Nigeria. Sie waren höchstwahrscheinlich 1897 bei einem britischen Angriff geraubt worden.
Am 29. Juni 2026 übergaben drei Schweizer Museen in Lagos 18 Objekte aus dem Königreich Benin an Nigeria.1,4 Vierzehn stammen aus dem Völkerkundemuseum der Universität Zürich, je zwei aus dem Museum Rietberg in Zürich und dem Musée d’ethnographie de Genève.1,2 Im Nationalmuseum in Lagos nahm sie die Nationale Kommission für Museen und Denkmäler für die Bundesrepublik Nigeria entgegen.1
Die Objekte wurden nach den Untersuchungen der Museen höchstwahrscheinlich beim britischen Angriff auf das Königreich Benin 1897 geraubt.1 Im März 2024 hatte die Kommission die 14 Zürcher Objekte förmlich zurückgefordert.3 Die Eigentumsübertragung über insgesamt 28 Objekte wurde am 20. März 2026 unterzeichnet, neun bleiben als Leihgabe im Museum Rietberg und eines in Genf.1 SRF nennt insgesamt neun Leihgaben.5 Unterzeichnet wurde im Zürcher Stadthaus.3 Vorausgegangen war die Benin-Initiative Schweiz, die 2021 unter Leitung des Museums Rietberg mit acht Schweizer Museen begonnen hatte.1
Bei der Feier gab die Schweiz außerdem ein Bronzearmband und vier Monolithen aus dem Nigerdelta zurück, die in einem Strafverfahren beschlagnahmt worden waren.1,4 Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider sagte, die Objekte hätten eine schmerzhafte Geschichte.4 Die meisten sollen vorerst im Nationalmuseum in Benin City im Bundesstaat Edo gelagert werden, einige werden in Lagos ausgestellt.1
Siehe auch
- Deutschland gibt 2022 die ersten Benin-Bronzen an Nigeria zurück 2022 Eine frühere Rückgabe von Benin-Bronzen aus einem europäischen Land.
Hierher verwiesen
- Manhattan gibt Griechenland 2026 15 Antiken zurück 2026 Drei Monate früher gaben Schweizer Museen Benin-Bronzen an Nigeria zurück.