Israel gibt Griechenland 2026 erstmals 22 Antiken zurück
Am 13. Oktober 2026 übergab Israel in Athen 22 antike Objekte an Griechenland, Vasen und eine Bronzestatuette. Sie waren 2020 bei Ermittlungen gegen illegalen Antikenhandel in Israel beschlagnahmt worden.
Israel gab am 13. Oktober 2026 22 antike Objekte an Griechenland zurück.2 Die Objekte waren illegal aus Griechenland ausgeführt worden; es war die erste Rückgabe dieser Art zwischen beiden Ländern.1 Die griechische Kulturministerin Lina Mendoni nahm sie bei einer Zeremonie im Archäologischen Nationalmuseum in Athen von der israelischen Altertümerbehörde entgegen,5 vertreten durch Amir Ganor, den Leiter ihrer Abteilung zur Verhinderung von Diebstählen.3
Zurückgegeben wurden 15 attische und sechs korinthische Vasen sowie eine Frauenstatuette aus Bronze.5 Die Stücke werden vorläufig auf etwa 700 bis 320 v. Chr. datiert,3 die Keramik auf das 8. bis 4. Jahrhundert v. Chr.2,4 Die Gefäße zeigen Szenen aus der griechischen Mythologie und aus antiken Bestattungsbräuchen.4 Ob die Bronzestatuette echt ist, muss noch untersucht werden.1
Beschlagnahmt wurden die Objekte 2020 bei gemeinsamen Ermittlungen der Altertümerbehörde, der israelischen Polizei und der Steuerbehörde gegen illegalen Antikenhandel.1,4 Dabei durchsuchten die Ermittler eine Galerie, Lagerhäuser und Wohnungen im Gebiet Gush Dan und fanden Tausende illegal erworbene archäologische Objekte aus Israel und anderen Ländern.1 Die Rückgabe folgte auf den Abschluss des Verfahrens in Israel und die Einziehung der Objekte.4 Wie die Objekte nach Israel gelangten und unter welchen Umständen sie Griechenland verließen, sagten die Vertreter beider Länder bei der Übergabe nicht.3 Mendoni nannte die Rückgabe den Ausgangspunkt einer engeren Zusammenarbeit beider Länder beim Schutz des kulturellen Erbes.5
Siehe auch
- Manhattan gibt Griechenland 2026 15 Antiken zurück 2026 Einen Monat zuvor erhielt dieselbe Ministerin in New York 15 Antiken zurück.
- Staatsanwaltschaft Manhattan gibt Syrien 36 Antiken zurück 2026 Auch dort kamen die Objekte aus Ermittlungen gegen den Antikenhandel, nicht aus einer Museumssammlung.