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Der Waffenstillstand von Compiègne beendet den Ersten Weltkrieg

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Am 11. November 1918 um fünf Uhr morgens unterzeichnen deutsche und alliierte Vertreter in einem Eisenbahnwagen bei Compiègne den Waffenstillstand. Um elf Uhr schweigen die Waffen. Die Bedingungen kommen einer Kapitulation gleich.

Am 11. November 1918 um fünf Uhr morgens unterzeichneten deutsche und alliierte Vertreter in einem Eisenbahnwagen auf einer Waldlichtung bei Compiègne den .13 Um elf Uhr trat er in Kraft; Trompetensignale an den Fronten gaben das Ende der Kampfhandlungen bekannt.2

Für die Alliierten unterzeichnete Marschall Ferdinand Foch, der gemeinsame Oberbefehlshaber, daneben Admiral Rosslyn Wemyss.13 Die deutsche Abordnung führte der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger, dazu gehörten der Diplomat Alfred Graf von Oberndorff, Generalmajor Detlof von Winterfeldt und Kapitän zur See Ernst Vanselow.13 Verhandlungsspielraum hatte Erzberger kaum.2

Vorausgegangen war ein Eingeständnis der Obersten Heeresleitung: Am 29. September 1918 hatte sie angesichts der Lage an der Westfront und des Zusammenbruchs Bulgariens ein sofortiges Waffenstillstandsgesuch verlangt.2 Danach verhandelte die neue Regierung unter Prinz Max von Baden wochenlang mit US-Präsident Wilson; die eigentlichen Gespräche begannen am 8. November.2

Die Bedingungen liefen auf eine Kapitulation hinaus: Räumung der besetzten Gebiete in Frankreich und Belgien binnen fünfzehn Tagen sowie Elsass-Lothringens, Besetzung des linken Rheinufers, Aufhebung der Verträge von Brest-Litowsk und Bukarest, Auslieferung schwerer Waffen, Fahrzeuge und Schiffe, Rückgabe der alliierten Gefangenen ohne Gegenleistung und Fortdauer der Blockade.13 Das Original umfasst 23 Blätter und liegt im Politischen Archiv des Auswärtigen Amts; zunächst galt der Waffenstillstand 36 Tage und wurde insgesamt dreimal verlängert.3

Die Bedingungen wurden in Deutschland als zu hart und demütigend empfunden;2 Erzberger machte sich damit bei der politischen Rechten verhasst.3

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