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Den Haag verurteilt einen Kommandeur der Séléka wegen Folter in Bangui

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Am 23. September 2026 spricht der Internationale Strafgerichtshof Mahamat Said Abdel Kani der Verbrechen gegen die Menschlichkeit schuldig. Begangen wurden sie 2013 in einer Haftanstalt in Bangui. Von den Kriegsverbrechen spricht er ihn frei.

Am 23. September 2026 sprach die Strafkammer VI des Internationalen Strafgerichtshofs Mahamat Said Abdel Kani der schuldig, begangen 2013 in der Zentralafrikanischen Republik.1 Said, ein Kommandeur der Rebellenkoalition Séléka, hatte in der Hauptstadt Bangui eine Haftanstalt geleitet, in der Gefangene gefoltert wurden.23 Die Taten geschahen nach dem Urteil zwischen dem 12. April und dem 30. August 2013 im Office Central de Répression du Banditisme (OCRB).1 Schuldig gesprochen wurde er als unmittelbarer Mittäter der Freiheitsberaubung, der Folter, der Verfolgung und anderer unmenschlicher Handlungen.1 Der Kriegsverbrechen der Folter, der grausamen Behandlung und der Verletzung der persönlichen Würde befand ihn die Kammer nicht für schuldig.13 Nach Al Jazeera kamen die Richter zu dem Schluss, dass der bewaffnete Konflikt bei einem Teil der Taten schon beendet war; JURIST schreibt, der Freispruch habe an der Frage gehangen, ob die Taten im Rahmen eines bewaffneten Konflikts im völkerrechtlichen Sinn geschahen.34

Die überwiegend muslimische Séléka hatte den damaligen Präsidenten François Bozizé gestürzt; es folgten Kämpfe mit der überwiegend christlichen Miliz Anti-Balaka.2 Mit dem Umsturz von 2013 begann nach Al Jazeera ein Konflikt, in dem Tausende Menschen starben.3 Zuvor hatte der Gerichtshof zwei Anführer der Anti-Balaka verurteilt, den früheren Sportminister Patrice-Edouard Ngaïssona zu zwölf und den früheren Abgeordneten Alfred Yekatom zu fünfzehn Jahren Haft.3 Der Prozess gegen Said hatte am 26. September 2022 begonnen; in 130 Verhandlungen hörte die Kammer 58 Zeugen der Anklage und drei der Verteidigung.1

Anklage und Verteidigung können binnen 30 Tagen Berufung einlegen; über die Strafe entscheidet die Kammer gesondert, und für die Opfer beginnt ein Verfahren zur Wiedergutmachung.1 Said droht bis zu lebenslange Haft.2 AP hält das Urteil für wahrscheinlich das letzte des Gerichtshofs für Opfer aus der Zentralafrikanischen Republik: Der damalige Chefankläger Karim Khan hatte 2022 angekündigt, die Ermittlungen dort aus Mangel an Mitteln zu schließen.2 Im Land selbst verhandelt ein mit internationalen Richtern besetzter Sonderstrafgerichtshof, dem die Schließung droht, seit die Regierung Trump die Mittel der USA gestrichen hat.2

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