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Der Frieden von Utrecht schreibt das Gleichgewicht der Mächte in einen Vertrag

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Am 11. April 1713 werden in Utrecht die ersten Verträge unterzeichnet, die den Spanischen Erbfolgekrieg beenden. Sie verhindern, dass Frankreich und Spanien je unter einem König stehen, und einige von ihnen nennen das Gleichgewicht der Mächte ausdrücklich als Bedingung des Friedens.

Am 11. April 1713 wurden in Utrecht die ersten Friedensverträge unterzeichnet, die den Spanischen Erbfolgekrieg beendeten; beteiligt waren Großbritannien, Frankreich, die Niederlande, Savoyen und Preußen,23 nach der Encyclopedia of the Early Modern World und nach Linda und Marsha Frey auch Portugal.14 Der Krieg hatte 1701 begonnen, nach dem Tod König Karls II. von Spanien und dem Streit um sein Erbe.3 Die Konferenz war Anfang 1712 zusammengetreten, weitere Verträge folgten bis Februar 1715.21 Kaiser Karl VI. lehnte ab und kämpfte weiter; mit Frankreich schloss er erst 1714 in Rastatt und Baden Frieden.32

Das spanische Erbe wurde geteilt.13 Philipp V. behielt Spanien, musste aber auf den französischen Thron verzichten, und festgeschrieben wurde, dass nie dieselbe Person König beider Reiche werden dürfe.13 Österreich erhielt die Spanischen Niederlande, Neapel, Sardinien und Mailand, Savoyen bekam Sizilien.31 Großbritannien gewann von Spanien Gibraltar und Menorca, von Frankreich Neufundland, Neuschottland (Akadien) und das Gebiet um die Hudson Bay.13 Dazu kam der : das Recht, dreißig Jahre lang jedes Jahr 4.800 versklavte Afrikaner in die spanischen Kolonien Amerikas zu liefern.31

Für den Rechtshistoriker Randall Lesaffer liegt die Bedeutung Utrechts für das Völkerrecht darin, dass einige der Verträge das ausdrücklich in ihren Text aufnahmen.2 Artikel 2 des spanisch-britischen Friedens vom 13. Juli 1713 halte wörtlich fest, dass der Frieden in Europa nur Bestand haben könne, wenn dieses Gleichgewicht gewahrt bleibe.2 Lesaffer sieht darin den Übergang von einer Ordnung, die auf dynastischer Legitimität beruhte, zu einer, die auf Verträgen und Vereinbarung gründete.2 Die Encyclopedia of the Early Modern World urteilt, der Frieden habe das Gleichgewicht der Mächte zu einem gemeinsamen europäischen Ziel gemacht, wenn auch nicht zur Wirklichkeit;1 EBSCO sieht Großbritannien aus ihm als führende Kolonial- und Handelsmacht der Welt hervorgehen.3

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