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Die WMO führt erstmals auf, wie viel Energie die Erde zurückbehält

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Am 23. März 2026 legte die Weltorganisation für Meteorologie ihren Bericht zum Klimazustand 2025 vor. Erstmals zählt er das Energieungleichgewicht der Erde zu den Leitindikatoren — es war seit Beginn der Reihe 1960 nie so groß.

Am 23. März 2026 legte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ihren Bericht zum Zustand des globalen Klimas 2025 vor.1 Danach lag die mittlere bodennahe Temperatur 2025 etwa 1,43 Grad, mit einer Unsicherheit von plus/minus 0,13 Grad, über dem vorindustriellen Mittel von 1850 bis 1900.1 Je nach Datensatz war 2025 damit das zweit- oder drittwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen.2 Die Jahre 2015 bis 2025 bilden den wärmsten Elfjahreszeitraum der Messreihe.2

Neu an diesem Bericht ist ein Indikator.1 Zum ersten Mal führt er das der Erde als einen der Leitindikatoren des Klimas.1 Ist es positiv, nimmt das Erdsystem Energie auf und erwärmt sich.4 Laut WMO ist das Ungleichgewicht seit Beginn der Beobachtungen 1960 gestiegen, besonders in den vergangenen 20 Jahren, und erreichte 2025 einen neuen Höchstwert.1 Die Ozeane erwärmten sich von 2005 bis 2025 mit etwa 11,0 bis 12,2 Zettajoule im Jahr, rund dem 18-Fachen des jährlichen Energieverbrauchs der Menschheit.1 Unabhängig von der WMO hatten NASA und NOAA gefunden, dass sich das Ungleichgewicht zwischen 2005 und 2019 ungefähr verdoppelt hatte; gemessen wurde es mit den CERES-Satellitensensoren und, getrennt davon, mit den Argo-Messbojen im Ozean.4 Weil rund 90 Prozent der überschüssigen Energie im Ozean landen, müssen beide Messwege ungefähr übereinstimmen.4

Die übrigen Kennzahlen zeigen nach UN-Generalsekretär António Guterres in dieselbe Richtung.1 Der Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre erreichte 2024, im letzten Jahr mit abgeschlossenen globalen Daten, den höchsten Stand seit 2 Millionen Jahren.1 Der mittlere Meeresspiegel lag etwa 11 Zentimeter über dem Stand von 1993, als die Satellitenmessung begann.13 Das arktische Meereis blieb nahe den Tiefstwerten, das antarktische erreichte den drittniedrigsten Stand.2 UN-Generalsekretär António Guterres sagte dazu: „When history repeats itself eleven times, it is no longer a coincidence. It is a call to act.“13

Einzelne Datensätze kommen auf andere Werte.5 Der europäische Klimawandeldienst Copernicus war im Januar 2026 allein mit seiner Reanalyse ERA5 auf 1,47 Grad gekommen und hatte 2025 als drittwärmstes Jahr eingestuft, um 0,01 Grad kühler als 2023.5

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