El Niño: NOAA stellt am 11. Juni 2026 seine Entstehung fest
Am 11. Juni 2026 stellte das Climate Prediction Center der NOAA fest, dass El-Niño-Bedingungen eingetreten sind. Für den folgenden Winter gab es die Wahrscheinlichkeit eines sehr starken El Niño mit 63 % an.
Das Climate Prediction Center der NOAA stellte am 11. Juni 2026 fest, dass El-Niño-Bedingungen eingetreten sind.1,3 Die Behörde hob ihren Status damit von „El Niño Watch“ auf „El Niño Advisory“ an.1,4 Im Vormonat war die Meeresoberfläche im mittleren und östlichen äquatorialen Pazifik wärmer als im Mittel gewesen.1 Der jüngste Wochenwert des lag bei +0,7 °C.1 Die Wahrscheinlichkeit eines sehr starken El Niño von November bis Januar gab die Behörde mit 63 % an.1,4
Bis Oktober verstärkte sich El Niño weiter; am 8. Oktober 2026 lag der Niño-3.4-Index bei +2,1 °C.6 Einen starken bis sehr starken El Niño bis Januar–März 2027 gab die NOAA mit mehr als 83 % an.6 Für Oktober bis Dezember lag die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses, das stärker wäre als alle seit 1950, bei 83 %.6 Die WMO erwartete Mitte August, dass El Niño sich weiter verstärkt und mit nahezu 100 % Wahrscheinlichkeit bis Februar 2027 anhält.7
Ein so starker El Niño würde zu den größten seit Beginn der Aufzeichnungen 1950 gehören.1 Auch sehr starke Ereignisse wirken nicht überall wie erwartet, verschieben aber die Wahrscheinlichkeiten deutlicher.1 Neun Tage zuvor hatte die WMO die Regierungen aufgefordert, sich vorzubereiten.3 Sie sah El-Niño-Bedingungen im Entstehen und erwartete ihr Eintreten zwischen Juni und August mit 80 % Wahrscheinlichkeit.5 Copernicus Marine schreibt dagegen, die WMO habe am 2. Juni den Beginn verkündet und die NOAA ihn am 11. Juni bestätigt.2
Am 21. Juni maß der Copernicus Marine Service eine mittlere Meeresoberflächentemperatur von 21,0 °C, 0,1 °C über den bisherigen Rekorden für diesen Tag aus 2023 und 2024.2 Der Copernicus-Klimawandeldienst C3S kam unabhängig davon auf 20,86 °C, knapp über seinem bisherigen Tagesrekord von 20,83 °C.2 Der Rekord fiel an den Anfang des El-Niño-Zyklus und nicht auf seinen Höhepunkt.2 Der starke El Niño von 2023 und 2024 hatte den langfristigen Erwärmungstrend vorübergehend verstärkt und dazu beigetragen, dass 2024 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen wurde.5
Siehe auch
- Zum ersten Mal liegt ein ganzes Jahr über anderthalb Grad 2024 Zum Rekordjahr 2024 trug nach der WMO der vorige El Niño bei.
- Die WMO führt erstmals auf, wie viel Energie die Erde zurückbehält 2026 Der Klimabericht des Vorjahres beschreibt den Stand, auf den dieser El Niño trifft.
- Mauna Loa: CO2 erreicht im Mai 2026 rund 432 ppm 2026 Einen Monat zuvor erreichte die CO2-Messreihe ihren bisherigen Höchstwert.