William Merle führt von 1337 bis 1344 ein Wettertagebuch
Der Pfarrer William Merle schrieb von Januar 1337 bis Januar 1344 in Lincolnshire das Wetter auf. Unter den frühen englischen Wetteraufzeichnungen ist seine die umfangreichste und längste.
Der Pfarrer William Merle hielt von Januar 1337 bis Januar 1344 das Wetter schriftlich fest.2,3 Geführt hat er sein Tagebuch in Lincolnshire in England.3 Merle war Pfarrer auf dem Land und eng mit Oxford verbunden.1 Er beschrieb Niederschlag, Temperatur, Windstärke und Windrichtung genau.1 In einer Geschichte des britischen Wetterdienstes gilt seine Aufzeichnung als das älteste erhaltene Wetterjournal.2
Aus dieser Zeit sind drei Wetteraufzeichnungen erhalten, und Merles ist die umfangreichste und längste davon.1 Die beiden anderen stehen am Rand astronomischer Tafeln.1 Tägliche Wetterbeobachtungen aus Europa sind allerdings schon für 1269 und 1270 überliefert, in einem Band von Roger Bacon.3 Auf seine Beobachtungen stützte Merle zwei Abhandlungen über die Wettervorhersage.1
Merles Angaben lassen sich heute an zeitgenössischen Berichten, an Baumringen und an den Daten der Getreideernte prüfen.1 Für die Klimaforschung sind solche frühen Tagebücher nützlich, doch fehlen ihnen Messwerte von Instrumenten.2 Ein Jahrhundert später verbreitete der Buchdruck Kalender und Almanache, an deren Rand oft Wetternotizen standen.2
Siehe auch
- Thermoskop: Santorio beschreibt 1612 das Luftthermometer im Druck 1612 Merle beschrieb das Wetter mit Worten; mit dem Thermoskop beginnt die Messung mit einem Instrument.
- Robert Hooke legt 1663 ein Schema für Wetterbeobachtungen vor 1663 Gut dreihundert Jahre später gibt Hooke dem Wettertagebuch eine feste Form mit Instrumenten.
- Rete Medicea: Ferdinand II. richtet das erste Wettermessnetz ein 1654 Aus dem Tagebuch eines Einzelnen wird das Messnetz vieler Orte.
Hierher verwiesen
- Robert Hooke legt 1663 ein Schema für Wetterbeobachtungen vor 1663 Das Wettertagebuch ohne Instrumente, dem Hooke eine feste Form gab.