Der XRP Ledger startet mit einer Währung, die niemand schürfen kann
2012 wurde der XRP Ledger fertiggestellt. Seine Währung entsteht nicht durch Rechenarbeit: Der Quellcode erzeugte beim Start einmalig 100 Milliarden XRP, von denen 80 Milliarden an das Unternehmen gingen und 20 Milliarden an die drei Gründer.
2012 wurde der XRP Ledger fertiggestellt, nach XRPL.org im Juni, nach der Klageschrift der SEC im Dezember; entwickelt hatten ihn David Schwartz, Jed McCaleb und Arthur Britto, die 2011 damit begonnen hatten.1,2 Die Entwickler hielten das Schürfen für verschwenderisch und legten die Währung deshalb anders an: Der Quellcode erzeugte beim Start einmalig eine feste Menge von 100 Milliarden XRP.2 Neue Einheiten entstehen seither nicht mehr.2 Nach XRPL.org stieß Chris Larsen kurz nach Abschluss der Programmierung dazu; im September 2012 gründete die Gruppe das Unternehmen NewCoin, das einen Monat später OpenCoin hieß und 2013 in Ripple Labs umbenannt wurde.1,3
Die Verteilung der Anfangsmenge legte gleich beim Start fest, wem die Währung gehörte.2 80 Milliarden XRP gingen an das Unternehmen, die übrigen 20 Milliarden an die Gründer — davon neun Milliarden an Larsen, neun an einen weiteren Mitgründer und zwei an einen dritten.2 Nach dieser Übertragung lag die gesamte Menge bei Ripple und seinen Gründern.2 Das Unternehmen hat den größeren Teil seines Anteils später in Treuhandkonten gesperrt.1
Bei XRP gab es die Menge von Anfang an vollständig, und sie lag zunächst bei wenigen.2 Genau diese Verteilung wurde acht Jahre später zum Gegenstand eines Verfahrens der amerikanischen Börsenaufsicht.2
Siehe auch
- Der erste Block der Bitcoin-Blockchain entsteht 2009 Dort entstehen die Einheiten durch Rechenarbeit — hier lagen sie vom ersten Tag an vollständig vor.
- Die amerikanische Börsenaufsicht verklagt Ripple wegen unregistrierter Wertpapiere 2020 Acht Jahre später wurde diese Verteilung zum Gegenstand einer Klage.
Hierher verwiesen
- Die amerikanische Börsenaufsicht verklagt Ripple wegen unregistrierter Wertpapiere 2020 Die Verteilung, um die es in der Klage ging, entstand beim Start der Kette.