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Mt. Gox meldet Insolvenz an — 850.000 Bitcoin fehlen

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Die damals größte Bitcoin-Börse beantragt am 28. Februar 2014 in Tokio Gläubigerschutz. 850.000 Bitcoin sind verschwunden, davon 750.000 von Kunden. Als Ursache nennt das Unternehmen zunächst einen Softwarefehler; ein internes Papier spricht von jahrelangem Diebstahl.

Am 28. Februar 2014 beantragte die Bitcoin-Börse Mt. Gox beim Bezirksgericht Tokio Gläubigerschutz.1 Nach Angaben des Unternehmens fehlten 850.000 Bitcoin — 750.000 davon gehörten Kunden, 100.000 der Börse selbst.2 Das entsprach etwa sieben Prozent aller damals existierenden Bitcoin.2

Der Zusammenbruch kündigte sich drei Wochen lang an: Am 7. Februar stellte Mt. Gox Auszahlungen ein, am 24. Februar den Handel, am 28. Februar folgte der Insolvenzantrag.2 Geschäftsführer Mark Karpelès verbeugte sich vor der Presse und führte die Verluste auf "weaknesses in the system" zurück.1 "I am sorry for the troubles I have caused all the people", sagte er auf Japanisch.3

Wie viel die fehlenden Bestände wert waren, geben die Quellen unterschiedlich an: rund 477 Millionen US-Dollar bei TechCrunch1, rund 473 Millionen im Bitcoin-Wiki2 und rund 425 Millionen bei The Motley Fool.3 Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten lagen bei über 6,5 Milliarden Yen und damit über dem Vermögen.3

Als Ursache nannte Mt. Gox zunächst — eine Eigenschaft der damaligen Bitcoin-Software, mit der sich die Kennung einer Zahlung nachträglich verändern ließ, sodass eine ausgeführte Überweisung wie eine gescheiterte aussah.2 Ein angeblich durchgesickertes internes Papier sprach von einem über Jahre unbemerkten Diebstahl von 744.408 Bitcoin;24 er lief demnach seit 2011.2

Die japanische Finanzaufsicht erklärte sich für nicht zuständig, weil Bitcoin keine echte Währung sei.3

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