--- id: mt-gox-2014 title: Mt. Gox meldet Insolvenz an — 850.000 Bitcoin fehlen date: '2014-02-28' datePrecision: day dateSources: - s1 - s2 summary: >- Die damals größte Bitcoin-Börse beantragt am 28. Februar 2014 in Tokio Gläubigerschutz. 850.000 Bitcoin sind verschwunden, davon 750.000 von Kunden. Als Ursache nennt das Unternehmen zunächst einen Softwarefehler; ein internes Papier spricht von jahrelangem Diebstahl. themeId: theme-verwahrung verification: verified sources: - key: s1 title: Mt.Gox Files For Bankruptcy Protection, Says 850,000 Bitcoin Lost publisher: TechCrunch url: https://techcrunch.com/2014/02/28/mt-gox-files-for-bankruptcy accessedAt: '2026-09-15' - key: s2 title: Collapse of Mt. Gox publisher: Bitcoin Wiki url: https://en.bitcoin.it/wiki/Collapse_of_Mt._Gox accessedAt: '2026-09-15' - key: s3 title: Mt. Gox Files for Bankruptcy Protection; 850,000 Bitcoins Unaccounted For publisher: The Motley Fool url: https://www.fool.com/investing/general/2014/02/28/mt-gox-files-for-bankruptcy-protection-850000-bitc.aspx accessedAt: '2026-09-15' - key: s4 title: >- MtGox Hoax Continues? As Mysterious Document Surfaces Alleging Theft of 750K BTC publisher: Finance Magnates url: https://www.financemagnates.com/cryptocurrency/exchange/mtgox-hoax-continues-as-mysterious-document-surfaces-alleging-theft-of-750k-btc/ accessedAt: '2026-10-15' disputed: - claim: 'Wert der fehlenden Bitcoin' seit: '2026-10-12' positions: - value: '477 Millionen US-Dollar' source: s1 - value: '473 Millionen US-Dollar' source: s2 - value: '425 Millionen US-Dollar' source: s3 resolution: >- Die Beträge rechnen dieselben 850.000 Bitcoin zu verschiedenen Kursen um (TechCrunch: aktueller Kurs; AP: jüngere Preise); eine richtige Zahl gibt es nicht, der Text nennt die Spanne. provenance: origin: recherche reviewedBy: recherche reviewedAt: '2026-09-15' seeAlso: - id: ftx-2022 note: Acht Jahre später derselbe Vorgang in größerem Maßstab. - id: bitcoin-pizza-2010 note: Solange direkt getauscht wurde, gab es niemanden, der verwahrte. --- Am 28. Februar 2014 beantragte die Bitcoin-Börse Mt. Gox beim Bezirksgericht Tokio Gläubigerschutz.[^s1] Nach Angaben des Unternehmens fehlten 850.000 Bitcoin — 750.000 davon gehörten Kunden, 100.000 der Börse selbst.[^s2] Das entsprach etwa sieben Prozent aller damals existierenden Bitcoin.[^s2] Der Zusammenbruch kündigte sich drei Wochen lang an: Am 7. Februar stellte Mt. Gox Auszahlungen ein, am 24. Februar den Handel, am 28. Februar folgte der Insolvenzantrag.[^s2] Geschäftsführer Mark Karpelès verbeugte sich vor der Presse und führte die Verluste auf "weaknesses in the system" zurück.[^s1] "I am sorry for the troubles I have caused all the people", sagte er auf Japanisch.[^s3] Wie viel die fehlenden Bestände wert waren, geben die Quellen unterschiedlich an: rund 477 Millionen US-Dollar bei TechCrunch[^s1], rund 473 Millionen im Bitcoin-Wiki[^s2] und rund 425 Millionen bei The Motley Fool.[^s3] Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten lagen bei über 6,5 Milliarden Yen und damit über dem Vermögen.[^s3] Als Ursache nannte Mt. Gox zunächst Transaktionsmalleabilität — eine Eigenschaft der damaligen Bitcoin-Software, mit der sich die Kennung einer Zahlung nachträglich verändern ließ, sodass eine ausgeführte Überweisung wie eine gescheiterte aussah.[^s2] Ein angeblich durchgesickertes internes Papier sprach von einem über Jahre unbemerkten Diebstahl von 744.408 Bitcoin;[^s2][^s4] er lief demnach seit 2011.[^s2] Die japanische Finanzaufsicht erklärte sich für nicht zuständig, weil Bitcoin keine echte Währung sei.[^s3] Ende der Datei: 4 Quellen.