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Meschyritsch: Bauten aus Mammutknochen sind rund 18.000 Jahre alt

Belegt durch 3 unabhängige Quellen

ZeitalterUrgeschichte

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Bei Meschyritsch in der Zentralukraine standen vor rund 18.000 Jahren vier Bauten aus Mammutknochen. Neue Daten sprechen für eine kurze Nutzung; ob es Wohnhäuser waren, ist offen.

Bei dem Dorf Meschyritsch im Gebiet Tscherkassy liegt zwischen den Flüssen Ros und Rossawa eine Fundstelle der Altsteinzeit mit Bauten aus Mammutknochen.213 Die vierte dieser Strukturen und ihr Umfeld datieren auf etwa 18.248 bis 17.764 kalibrierte Jahre vor heute.1 Der Fundplatz als Ganzes wird auf 18.200 bis 17.400 Jahre geschätzt.2 Entdeckt wurde er 1965 durch Zufall; Ivan Pidoplitschko vom Zoologischen Institut der ukrainischen Akademie der Wissenschaften grub ihn von 1966 bis 1974 erstmals aus.2

Die ersten Grabungen legten drei Bauten von je etwa sechs Metern Durchmesser frei.1 1976 wurde ein vierter entdeckt.1 Der größte der vier misst rund sieben Meter im Durchmesser, und einer hat einen Zaun aus Mammutknochen.2 Die Knochen des vierten Baus stammen von mindestens 37 Mammuts, überwiegend aus natürlichen Ansammlungen; mindestens ein Tier war frisch verendet.13

34 ältere Radiokarbondaten hatten eine Nutzung zwischen etwa 24.000 und 14.000 kalibrierten Jahren vor heute nahegelegt.1 Die neuen Daten ergeben für den vierten Bau eine Nutzungsdauer zwischen 0 und 429 Jahren.1 Das passt zu einer einzigen Belegung, schließt wiederholte innerhalb weniger Jahrhunderte aber nicht aus.1

Viele solcher Bauten galten lange als Reste von Wohnhäusern.1 Weil die meisten vor Jahrzehnten ausgegraben wurden, ist wieder offen, ob es auch Knochenlager, Vorratsstellen, Gräber oder frühe Monumente gewesen sein könnten.1 Die Encyclopedia of Ukraine beschreibt Meschyritsch als Winterlager altsteinzeitlicher Jäger.2 Teile der Bauten werden im Nationalen Naturkundemuseum der Ukraine und im American Museum of Natural History in New York aufbewahrt.2

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