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Reasoning-Modelle rechnen länger — und zeigen den Rechenweg nicht

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Am 12. September 2024 veröffentlicht OpenAI o1-preview und o1-mini: Modelle, die vor der Antwort einen längeren Denkprozess durchlaufen. Den rohen Gedankengang bekommen Nutzer aber gerade nicht zu sehen — er wird ausdrücklich zurückgehalten.

Am 12. September 2024 veröffentlichte OpenAI die Modelle o1-preview und o1-mini.1 Sie sind darauf trainiert, vor der Antwort Zwischenschritte auszuschreiben, statt die Antwort unmittelbar aus der Frage vorherzusagen.2 Das vollständige Modell o1 folgte am 5. Dezember 2024.3

Für Aufgaben der AIME, eines Wettbewerbs der US-Mathematik-Olympiade, zeigte OpenAI eine Trefferquote von rund 80 Prozent, ohne anzugeben, wie viel Rechenzeit dafür nötig war.2 Nach OpenAIs Darstellung lernt das Modell, Fehler zu erkennen und zu korrigieren und einen anderen Ansatz zu versuchen, wenn der bisherige nicht weiterführt.1

OpenAI hat sich ausdrücklich entschieden, die rohen Gedankenketten nicht zu zeigen.1 OpenAI nennt dafür mehrere Gründe, darunter Nutzererfahrung und Wettbewerbsvorteil; zudem solle das Modell intern frei formulieren können, ohne dass Richtlinien auf die Gedankenkette trainiert werden.1

OpenAI untersagt Nutzern, die Gedankenkette offenzulegen; wer dagegen verstößt, kann den Zugang zu o1 verlieren.3 Sichtbar ist in der Oberfläche eine Zusammenfassung; über die Schnittstelle werden die Reasoning-Token berechnet, aber nicht ausgeliefert.1 Entwickler, die mit großen Sprachmodellen arbeiten, beschrieben die Einschränkung als Verlust an Transparenz.3

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