--- id: reasoning-models-explicit-thought title: Reasoning-Modelle rechnen länger — und zeigen den Rechenweg nicht date: '2024-09-12' datePrecision: day dateSources: - s1 - s3 summary: >- Am 12. September 2024 veröffentlicht OpenAI o1-preview und o1-mini: Modelle, die vor der Antwort einen längeren Denkprozess durchlaufen. Den rohen Gedankengang bekommen Nutzer aber gerade nicht zu sehen — er wird ausdrücklich zurückgehalten. themeId: theme-generative-ai-mainstream wikidata: - id: Q131936230 name: 'Reasoning-Sprachmodell' - id: Q130288245 name: 'OpenAI o1' verification: verified sources: - key: s1 title: Notes on OpenAI's new o1 chain-of-thought models publisher: Simon Willison url: https://simonwillison.net/2024/Sep/12/openai-o1/ accessedAt: '2026-09-15' - key: s2 title: OpenAI rolls out o1 reasoning models publisher: The Register url: https://www.theregister.com/2024/09/13/openai_rolls_out_reasoning_o1/ accessedAt: '2026-09-15' - key: s3 title: OpenAI o1 publisher: Wikipedia url: https://en.wikipedia.org/wiki/OpenAI_o1 accessedAt: '2026-09-15' provenance: origin: legacy-entries-ts migratedAt: '2026-09-14' reviewedBy: audit reviewedAt: '2026-09-15' seeAlso: - id: model-context-protocol-2024 note: >- Längeres Rechnen vor der Antwort ist die Voraussetzung mehrstufiger Aufgaben. - id: ai-safety-alignment-research note: >- Was ein Modell intern erwägt, ist genau die Frage der Sicherheitsforschung. --- Am 12. September 2024 veröffentlichte OpenAI die Modelle o1-preview und o1-mini.[^s1] Sie sind darauf trainiert, vor der Antwort Zwischenschritte auszuschreiben, statt die Antwort unmittelbar aus der Frage vorherzusagen.[^s2] Das vollständige Modell o1 folgte am 5. Dezember 2024.[^s3] Für Aufgaben der AIME, eines Wettbewerbs der US-Mathematik-Olympiade, zeigte OpenAI eine Trefferquote von rund 80 Prozent, ohne anzugeben, wie viel Rechenzeit dafür nötig war.[^s2] Nach OpenAIs Darstellung lernt das Modell, Fehler zu erkennen und zu korrigieren und einen anderen Ansatz zu versuchen, wenn der bisherige nicht weiterführt.[^s1] OpenAI hat sich ausdrücklich entschieden, die rohen Gedankenketten nicht zu zeigen.[^s1] OpenAI nennt dafür mehrere Gründe, darunter Nutzererfahrung und Wettbewerbsvorteil; zudem solle das Modell intern frei formulieren können, ohne dass Richtlinien auf die Gedankenkette trainiert werden.[^s1] OpenAI untersagt Nutzern, die Gedankenkette offenzulegen; wer dagegen verstößt, kann den Zugang zu o1 verlieren.[^s3] Sichtbar ist in der Oberfläche eine Zusammenfassung; über die Schnittstelle werden die Reasoning-Token berechnet, aber nicht ausgeliefert.[^s1] Entwickler, die mit großen Sprachmodellen arbeiten, beschrieben die Einschränkung als Verlust an Transparenz.[^s3] Ende der Datei: 3 Quellen.