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McCulloch und Pitts beschreiben Neuronen 1943 als Logikbausteine

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Warren McCulloch und Walter Pitts behandeln 1943 Nervenzellen als Alles-oder-nichts-Elemente, deren Netze sich mit Aussagenlogik beschreiben lassen. Der Aufsatz gilt als erstes mathematisches Modell eines neuronalen Netzes.

Warren McCulloch und Walter Pitts veröffentlichten 1943 im fünften Band des Bulletin of Mathematical Biophysics den Aufsatz „A Logical Calculus of the Ideas Immanent in Nervous Activity“.12 Ihr Grundgedanke: Weil Nervenzellen nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip arbeiten, lassen sich die Vorgänge zwischen ihnen mit Aussagenlogik beschreiben.1 Ein Neuron feuert nach ihrem Modell, wenn innerhalb einer kurzen Frist eine feste Zahl seiner Synapsen erregt ist, unabhängig von seiner früheren Tätigkeit.1 Sie zeigten, dass sich das Verhalten jedes solchen Netzes logisch beschreiben lässt und dass sich umgekehrt zu jedem passenden logischen Ausdruck ein Netz bauen lässt, das sich so verhält.1 Der Aufsatz gilt als erstes mathematisches Modell eines neuronalen Netzes, des .3

Die Autoren arbeiteten an der Medizinischen Fakultät der University of Illinois und an der University of Chicago.1 McCulloch war Psychiater und Neurophysiologe.2 Pitts war bei Erscheinen 18 Jahre alt und hatte keinen akademischen Abschluss.2 Mit einem Band, Abtastern und passenden Ausgängen könne ein solches Netz genau die Zahlen berechnen, die auch eine Turingmaschine berechnet, schrieben McCulloch und Pitts.1 Einen Beweis dafür legten sie nicht vor, und die Folgerung ist bestritten worden.2

Zunächst fand der Aufsatz wenig Beachtung, bis John von Neumann, Norbert Wiener und andere seine Gedanken aufgriffen.3 In seiner technischen Beschreibung des EDVAC von 1945 setzte von Neumann den Rechner aus logischen Bausteinen zusammen, die er in der Schreibweise von McCulloch und Pitts definierte.2 Auf denselben Aufsatz führt die Philosophie des Geistes sowohl die klassische Vorstellung vom Denken als Rechnen zurück als auch den Konnektionismus, der mit Netzen aus einfachen Einheiten arbeitet.4

Die Stanford Encyclopedia of Philosophy nennt in ihrem Literaturverzeichnis Band 7.4 Der Kopf des Aufsatzes selbst trägt Band 5.1

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