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Wrack von Kap Gelidonya: Kupfer und Altmetall um 1200 v. Chr.

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ZeitalterAltertum

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Um 1200 v. Chr. sank vor Kap Gelidonya an der türkischen Südküste ein Handelsschiff mit Kupferbarren, Zinn und zerbrochenem Bronzegerät. Seine Ausgrabung 1960 war die erste eines Wracks vollständig auf dem Meeresgrund.

Das Wrack von Kap Gelidonya an der Südküste der heutigen Türkei wird auf etwa 1200 v. Chr. datiert.15 Das Handelsschiff riss sich vermutlich an einer Felsspitze knapp unter der Wasseroberfläche den Rumpf auf.1 George Bass datierte den Untergang einmal ins 14. oder 13. Jahrhundert v. Chr.,3 ein andermal wahrscheinlich ins 13. Jahrhundert.2 Ausgegraben wurde das Wrack zwischen dem 14. Juni und dem 13. September 1960 vom Museum der University of Pennsylvania.2 Bass leitete die Grabung als tauchender Archäologe, damals noch Student an der University of Pennsylvania.1

Den größten Teil der Ladung bildeten Kupferbarren: 40 , darunter zehn Hälften, und mehr als 20 runde Barren.2 Auf 27 Barren stehen Gießermarken, die überwiegend oder ganz auf Zypern als Herkunft weisen.2 Neben dem Kupfer lag Zinnoxid; das Schiff hatte damit beide Rohstoffe für Bronze an Bord.21 Viele Bronzewerkzeuge lagen zerbrochen zwischen Barrenstücken und wurden offenbar ihres Metalls wegen transportiert.2 Bass beschrieb es als Schiff mit einer Ladung aus altem Metall.3 Die Ladung erstreckte sich am Grund über acht Meter, was ungefähr die Länge des Schiffs andeutet.2

Die Ausgräber hielten das Schiff für kanaanäisch oder frühphönizisch, schlossen eine zyprische Herkunft aber nicht aus.1 Die persönlichen Gegenstände der Besatzung verweisen nach Ägypten, Zypern und Syrien.4 Damals galt der Seehandel der späten Bronzezeit als Sache der Mykener, und Phönizier vermutete man erst in der Eisenzeit auf See.4 Die Grabung von 1960 war die erste, die ein Schiffswrack vollständig auf dem Meeresgrund und nach den Regeln der Archäologie an Land freilegte.14

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