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Venedig beschließt 1284 den Golddukaten, der bis 1797 geprägt wird

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ZeitalterMittelalter

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1284 beschloss der Große Rat von Venedig eine eigene Goldmünze, den Dukaten, später zecchino genannt; die ersten Stücke kamen 1285. Er behielt seinen Feingehalt bis zum Ende der Republik und wurde bis nach Indien nachgeahmt.

1284 beschloss der Große Rat von Venedig unter Doge Giovanni Dandolo, zum ersten Mal eine Goldmünze auszugeben.2 Beschlossen wurde er am 31. Oktober 1284.13 John Munro schreibt den Beschluss dem Rat der Vierzig zu, die Bundesbank dem Großen Rat.35 Der Dukat, der später zecchino hieß, trat 1284 neben den Florentiner Florin von 1252.1 Nach Giorgio Giacosa wurden die ersten Stücke im Frühjahr 1285 geschlagen: Aus einer Mark Gold sollten 67 Münzen entstehen, jede 18 Silbergroschen wert.2 Auch der Wirtschaftshistoriker John Munro setzt die erste Prägung auf 1285 und nennt ein Gewicht von 3,560 Gramm bei 24 Karat.3

Genua und Florenz hatten schon 32 Jahre früher eigene Goldmünzen geprägt; Venedig hatte bis dahin byzantinische Goldmünzen benutzt.2 Nach Giacosa wollte die Republik damit auch den neuen Goldmünzen von Genua und Florenz etwas entgegensetzen, zumal der Florentiner Florin rasch sehr beliebt geworden war.2 Venedig prägte den Dukaten mit demselben Gewicht und Feingehalt wie den Florin.4 Beide Münzen waren fast gleich groß und gleich viel wert, von hoher Reinheit und wurden über Jahrhunderte mit kaum verändertem Bild ausgegeben.1

Seinen Feingehalt von 24 Karat behielt der Dukat bis zum Ende der Republik; das Gewicht sank nur geringfügig, zum ersten Mal 1491 von 3,559 auf 3,53 Gramm.2 Den Namen zecchino erhielt er unter Doge Francesco Donà (1545–1553).2 Nachahmungen entstanden fast nur südlich und östlich von Venedig: im östlichen Mittelmeer, in der Levante und bis nach Indien.1 Mehmed der Eroberer nahm den Dukaten zum Maßstab für den Altun, die Goldmünze des Osmanischen Reichs, die 1478 zum ersten Mal geprägt wurde.1 Im fünfzehnten Jahrhundert löste der Dukat den Florin als wichtigste internationale Münze ab.4 Mit dem Ende der Republik 1797 hörte die Prägung nicht auf: Franz II. ließ als Herzog von Venedig zwischen 1798 und 1805 weiter zecchini schlagen.2

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