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Tell Sabi Abyad versiegelt um 6000 v. Chr. Behälter mit Ton

Teilbelegt durch 3 unabhängige Quellen

ZeitalterUrgeschichte

Zuletzt geändert am

Drei unabhängige Quellen sind der Maßstab dieses Archivs — der dritte Beleg fehlt noch und wird nachgetragen.

In Tell Sabi Abyad in Nordsyrien fanden Ausgräber Hunderte Siegelungen aus Ton, mit denen um 6000 v. Chr. Behälter verschlossen wurden. Die meisten tragen Abdrücke von Stempelsiegeln, doch in den Häusern selbst fand sich kein einziges Siegel.

Tell Sabi Abyad liegt im Balikh-Tal im Norden Syriens.1 In den verbrannten Häusern der Bauschicht 6, dem „Burnt Village“, fanden die Ausgräber Hunderte aus Ton.1 Das Feuer, das die Häuser zerstörte, wird auf etwa 6000 v. Chr. datiert.13 Die Ausgräber geben das Datum unkalibriert als 5200 v. Chr. an und das kalibrierte in Klammern.1 Die Siegelungen sind Klumpen aus Ton, die man auf den Verschluss eines Behälters drückte oder mit denen man ihn ganz verschloss; die meisten tragen Abdrücke von Stempelsiegeln.1 Auf der Rückseite zeigen sie Abdrücke der Behälter, also von Körben, Gefäßen aus Ton oder Stein und Leder, und der Schnüre daran.2

Die Abdrücke lassen sich 27 Motivtypen zuordnen; einige Siegelungen tragen gar keinen Abdruck und dienten vielleicht nur als Deckel.2 In den Häusern des Dorfes wurde kein einziges Stempelsiegel gefunden.1 Getreide, Werkzeuge, Zählsteine und Siegelungen in den Räumen führten zu der Deutung, dass die Gebäude der kontrollierten Lagerung dienten.3 Offenbar hob man die Siegelungen auf, nachdem man sie von den Behältern gelöst hatte, für die Verwaltung und vielleicht als Nachweis dessen, was eingegangen war.2

Neben Stempelsiegeln und Siegelungen dienten in Tell Sabi Abyad um 6000 v. Chr. auch Zählsteine aus Ton der Buchführung.3 Nach Bennison-Chapman zeigt sich um 6000 v. Chr. erstmals deutlich, dass Gegenstände aus Ton als Werkzeuge der Verwaltung dienten.3

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